Mühlberger: "Oft fehlt die Einstellung"

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Christian Mühlberger: Die Idee in die USA zu gehen, hat der Neu-Echinger verworfen. Jetzt gilt es, die Klasse zu sichern und in Pfarrkirchen Zählbares zu holen.

TSV Eching - Vor dem Knüller im Tabellenkeller beim TuS 1860 Pfarrkirchen (Sonntag, 14 Uhr) sucht der TSV Eching nach einem Erfolgsrezept. Dazu und auch über seine geplatzten Profipläne befragte das FT Mittelfeldakteur Christian Mühlberger.

Herr Mühlberger, wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Mühlberger: Wir wussten von Anfang an, dass es keine leichte Saison für uns werden würde mit den vielen neuen und auch jungen Spielern. Bis dato können wir aber trotzdem nicht zufrieden sein, da wir definitiv sehr viel Qualität im Kader haben.

Mit bislang sechs erzielten Saisontreffern sind Sie hinter Fabijan Hrgota zweitbester Schütze ihres Teams.

Einerseits zufrieden, andererseits ist noch Luft nach oben. Ich versuche alles zu geben, um am Ende 20 Treffer auf dem Konto zu haben. Eher ist es aber meine Aufgabe, Tore vorzubereiten, da muss ich noch ein bisschen zulegen.

Als die Saison noch recht jung war, planten Sie in die USA zu wechseln. Was hatten Sie da genau vor?

Um ganz ehrlich zu sein, war dies eine spontane Idee, um mein Studium dort fortzusetzen und vielleicht in der amerikanischen Profiliga „MLS“ zu spielen. Zuvor habe ich bereits drei Semester in den Staaten studiert und war verlobt. Nach einem besonderen Treffen mit einem besonderen Menschen kehrte ich nach Eching zurück, um im Fußball nochmals anzugreifen.

In Dachau bekamen Sie nach dem Schlusspfiff die rote Karte. Können Sie uns den Vorfall schildern?

Mit meinem schwachen rechten Fuß wollte ich dem Schiedsrichter nach Spielende den Ball hinlupfen. Aber ich erwischte den Ball nicht gescheit und der prallte dann gegen das Knie des Unparteiischen. Er meinte, ich hätte ihn abschießen wollen. Hinterher habe ich mich in der Kabine bei ihm entschuldigt.

Um mit dem TSV nicht in den Tabellenkeller zu rutschen, wäre ein „Dreier“ wichtig. Woran fehlt es momentan?

Wir sind eine recht junge Truppe und neu zusammen gewürfelt, nichtsdestotrotz kann man die schwachen Leistungen nicht nur damit begründen. Oft fehlt vielen die Galligkeit und die Einstellung, auf dem Platz Eier zu zeigen und alles zu geben. Wir müssen mehr durch das Mittelfeld kombinieren. In letzter Zeit versuchten wir es fast nur mit langen Bällen und waren dabei sehr uneffektiv.

Der nächste Gegner Pfarrkirchen verlor zur Schließung des Transferfensters im August Torjäger Marc Bruche an den Ligakonkurrenten SV Erlbach. Befürchten Sie, dass aus dem relativ großen Kader in Eching Spieler im Winter gehen werden?

Ich kenne meine Kollegen erst wenige Monate, aber es macht nicht den Anschein, als wenn jemand wechseln wollte. Natürlich kann nicht immer jeder spielen, aber von Unruhe ist in unserem Team nichts zu spüren. Dass zum Beispiel unser Torjäger Herr Hrgota wechseln möchte, ist genauso so wahrscheinlich wie ein Tag ohne Wettschein für ihn (lächelnd).

Herr Mühlberger, was glauben Sie. Wo landet der TSV Eching am Saisonende?

Im Moment sieht es nicht besonders rosig aus. Viele sprechen von Abstiegskampf, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns im Mittelfeld festigen werden. Hrgota hat das schon getippt (lacht).

Vielen Dank für das Gespräch!

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Quelle: fussball-vorort.de

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