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Der Müll ist entsorgt

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Wer hat denn nun das Sagen? Manager Meidert (l.) und Sportchef Copado haben ihre Kompetenzen abgesteckt.

Unterhaching - Bei der SpVgg Unterhaching ging es ein paar Tage rund. Vor allem Francisco Copado fiel durch eine Aussage auf: „Beim Renovieren fällt halt Dreck an“

Schweigens gewesen – jetzt ist Leben drin“. Der Ärger der letzten Tage habe sich im vielzitierten reinigenden Gewitter entladen, alle Müllsäcke sind nun entsorgt. „So etwas braucht es auch – nur immer Sonne, da verbrennt man“, sagt Meidert, der versichert, die Finanzen seien gesichert. Über Details schweigt er sich aus, verrät nur so viel: „Wir sind beruhigt und in der Lage, Transfers zu tätigen.“ Momentan steht ein „6er“ oben auf der Liste. Meidert kann es kaum erwarten, dem dann beim Essen zuzuschauen.

Neu bei der SpVgg: Marc Nygaard

Es hat diese Woche einige Tage gegeben, an denen Erich Meidert missmutig in seine Arbeit gefahren ist. Gestern Mittag aber erwischte man ihn wieder glänzend aufgelegt am Handy. „Ach“, jubilierte der neue Manager der SpVgg Unterhaching ins Telefon, „ich sitz’ hier grad unserem Neuzugang Marc Nygaard gegenüber, er isst zu Mittag.“ Ein Bär von einem Mann, schwärmte Meidert. Ein Stürmer, wie man ihn sich gewünscht habe, angereist mit den besten Empfehlungen des FC Ingolstadt (wo man sich für eine jüngere Ausgabe entschieden hat), die Qualitäten: dynamisch, kopfballstark, durchsetzungsfähig – „und eine sagenhafte Eigendisziplin hat er auch“, so Meidert. Ein Blick auf den Teller des 33-jährigen Dänen bestätigte das. „Der isst Nudeln.“ Für einen Sportler ist das top.

Dass Meidert die Eigendisziplin des Stürmers so pries, dürfte daran liegen, dass in der Führungsetage des frisch umgekrempelten Drittligisten der eine oder andere Frischumkrempler zuletzt nicht sonderlich diszipliniert gearbeitet hat. Intern hatte sich eine zornige Front gebildet gegen den Sportdirektor-Azubi Francisco Copado. Am Mittwoch kam es zur großen Aussprache, der hinter den Kulissen bereits der Wild-West-Begriff „Showdown“ angeheftet worden war. Alles schien da möglich, von der Demission des Sportdirektors (was auch den Rückzug seines mächtigen Schwiegervaters, Mäzen Anton Schrobenhauser, nach sich ziehen hätte können) bis hin zur Kapitulation des präsidialen Urgesteins Engelbert Kupka.

Am Ende passierte: Nichts.

Am Ende passierte: Nichts. Zumindest las sich so die Presseerklärung des Vereins, der all die Possen und Peinlichkeiten der letzten Tage als „Irritationen“ zusammenfasste und durchweg für „gelöst, bereinigt und einvernehmlich geklärt“ erklärte.Es war ein überraschendes Resümee nach all dem Porzellan, das zuletzt zerschlagen wurde. Die Vorwürfe: Copado habe bei der Zusammenstellung des Kaders versagt, zudem sämtliche Berater verprellt und – nicht zuletzt – mit einem beispiellosen Mangel an Kommunikation seine Kollegen brüskiert. Die Vorfälle haben ihm „überhaupt nicht gepasst“, gibt Meidert offen zu, „aber es ist uns jetzt gelungen, alles zu klären“. Ab sofort ist die Kompetenzverteilung klarer strukturiert, vor allem der geplatzte Wechsel des Löwen Tobias Stobl habe allen die Augen geöffnet. Vier Mal hatte Copado den Transfer per SMS bestätigt und wieder abgesagt. All das aus dem fernen Ibiza, eine Posse, die Haching in der ganzen Szene der Lächerlichkeit preisgab.

„Paco arbeitet für uns ehrenamtlich"

„Paco arbeitet für uns ehrenamtlich, er hat noch eine Firma, die weltweit handelt, da sind Komplikationen aufgetreten“, sagt Meidert, „wir stecken in hektischen Zeiten, müssen etwas tun personell – da sind so Verhandlungen via Ibiza oder Dubai eher suboptimal.“ Nun seien die Kompetenzen besser verteilt – und das Problem damit gelöst.

Problem gelöst? Fragezeichen sind erlaubt. Seit der Palastrevolution Ende März, der Manager Norbert Hartmann zum Opfer fiel, sind zwar noch viele Köpfe gerollt, auf den großen Umschwung zu besseren Zeiten wartet man aber weiter vergeblich. Stattdessen ist vieles, bedenklich vieles, schief gelaufen, was Meidert allerdings als normal betrachtet: „Wenn man ein altes Gebäude renoviert, fällt halt viel Müll und Dreck an.“

Haching sei „ein Verein des Schweigens gewesen – jetzt ist Leben drin“. Der Ärger der letzten Tage habe sich im vielzitierten reinigenden Gewitter entladen, alle Müllsäcke sind nun entsorgt. „So etwas braucht es auch – nur immer Sonne, da verbrennt man“, sagt Meidert, der versichert, die Finanzen seien gesichert. Über Details schweigt er sich aus, verrät nur so viel: „Wir sind beruhigt und in der Lage, Transfers zu tätigen.“ Momentan steht ein „6er“ oben auf der Liste. Meidert kann es kaum erwarten, dem dann beim Essen zuzuschauen.

von Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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