Gesunder Konkurrenzkampf um die Nummer eins im Hachinger Tor

Müller: "Ich bin aktuell in einer guten Verfassung"

Sicherer Rückhalt im Hachinger Sportpark: Schlussmann Korbinian Müller bewahrte die Spielvereinigung gegen den Chemnitzer FC vor Ungemach. Foto: Hans Demmel

Unterhaching – Zurück in der 3. Liga hat sich die SpVgg Unterhaching als Aufsteiger schnell akklimatisiert. Korbinian Müller im Tor leistete tatkräftige Mithilfe. Der Schlussmann, der aus der Jachenau stammt, im Nachwuchs beim Lenggrieser SC ausgebildet wurde und inzwischen in Bad Tölz wohnt, stand in allen sechs absolvierten Punktspielen zwischen den Pfosten; zehn Punkte hat der Liganeuling bereits gesammelt und ist auf eigenem Platz noch ungeschlagen.

Am vergangenen Samstag landete das Team aus dem Münchner Süden einen souveränen 4:2 (3:1)-Sieg gegen den Chemnitzer FC. Schwerstarbeit musste der heimische Keeper dabei nicht unbedingt verrichten, seine Kollegen bestimmten über weite Strecken die Partie und hätten wesentlich mehr Treffer erzielen müssen. Bei beiden Gegentoren, Kopfbälle aus nächster Nähe, hatte Müller keine Abwehrchance. Doch in der Schlussphase gab es drei weitere Möglichkeiten für die Gäste, allesamt vom Torsteher pariert, womit er seine Mannschaft und die Hachinger Fans unter den 3000 Zuschauern vor einer Zitterpartie in der Schlussphase bewahrte. Lange Bälle des Gegners während der gesamten Spielzeit wurden zur sicheren Beute des 26-Jährigen, der mit Übersicht und viel Gefühl anschießend den Wiederaufbau einleitete. Dafür bekam der Keeper anerkennend den nach oben gehaltenen Daumen von Co-Trainer Steffen Galm gezeigt.

Auch in den vorherigen Partien überzeugte Müller durchwegs. Die Statistik des Kicker-Sportmagazins führt ihn mit einer durchschnittlichen Bewertungsnote von 2,67, zusammen mit Sascha Bigalke, als besten Hachinger Akteur unter den besten 15 Kickern der 3. Bundesliga.

Nach seiner Rückkehr im vergangenen Jahr von den Stuttgarter Kickers saß Müller in der Regionalliga häufig auf der Bank. Neuseelands Nationaltorhüter Stefan Marinovic hütete den Kasten. Nach dem Aufstieg hat die bisherige Nummer eins den Verein gewechselt, spielt nun in der nordamerikanischen Profiliga MLS beim kanadischen Club Vancouver Whitecaps. Müller nutzte die Gunst der Stunde, hat sich als zuverlässiger und beständiger Nachfolger erwiesen.

Nun haben die Hachinger allerdings einen weiteren Keeper verpflichtet. Lukas Königshofer (28), einst in der österreichischen Bundesliga bei Rapid Wien unter Vertrag, ist von den Stuttgarter Kickers zur Spielvereinigung gewechselt. Müller sieht die Situation ähnlich wie SpVgg-Trainer Claus Schromm: „Wir haben noch einen Torwart benötigt. Jetzt gibt es einen gesunden Konkurrenzkampf um den Platz in der Anfangsformation.“ Mit viel Selbstvertrauen stellt sich Müller der Herausforderung: „Ich bin aktuell in einer guten Verfassung, habe mich gegenüber den zurückliegenden Jahre verbessern können.“ Müller arbeitet weiterhin fleißig an sich, steht an fünf Tagen pro Woche auf dem Fußballplatz. Dienstags und mittwochs wird zweimal trainiert. „Dazwischen geht es in die Arbeit beim R1 Sports-club in der Innenstadt“, verrät der Isarwinkler.

Unterhaching gehört zwar seit dem Aufstieg wieder einer vollprofessionellen Liga an, doch Müller bastelt schon an seiner Zukunft nach dem Fußball. Und so absolviert er ein duales Studium in Fitnessökonomie. Im Spielbetrieb gibt es momentan eine Länderspielpause. Weiter geht es mit dem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lotte, ehe für Fußballfreunde aus dem Landkreis am Samstag, 16. September (14 Uhr), die Möglichkeit besteht den „Korbi“ und seine Hachinger im Heimspiel gegen Großaspach selbst in Augenschein zu nehmen.

Text: Hans Demmel

Quelle: fussball-vorort.de

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