SC Fürstenfeldbruck erwartet Herakles

Multi-Grieche Mentis kehrt an Gründungsstätte zurück

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Athanasios Mentis ist der Macher beim Herakles SV. Ohne ihn würde es den Verein wohl nicht mehr geben.

SC Fürstenfeldbruck - Er ist eine lebende Legende. Präsident, Trainer und Vereinsheimwirt – Am Samstag kehrt Athanasios Mentis mit seinem Münchner Herakles SV zurück an die Gründungsstätte nach Fürstenfeldbruck.

Den Verein, den er 1984 aus der Taufe gehoben hat, nennt der mittlerweile 58-jährige Mentis neben Tochter Marina und Sohn Spiros liebevoll sein drittes Kind. Nach „16 oder 18 Jahren“ (so genau weiß er das nicht mehr) kehrt er nun erstmals wieder ins Brucker Klosterstadion zurück. Dort hat der Herakles  SV  seine Wurzeln. Und dort geht es gegen den gastgebenden SC Fürstenfeldbruck um Bezirksliga-Punkte.

Wie der SCF war Herakles auch damals schon in der Bezirksliga. Es war aber die Reserve,  mit der es die Griechen damals zu tun bekamen.  Brucks  Elite spielte zu der Zeit noch in der Bayernliga.  Mentis  bekommt strahlende Augen: „Und jetzt begegnen wir uns auf Augenhöhe. Ein Traum geht in Erfüllung. Wer hätte das je gedacht?“

Als Herakles gegründet wurde, kickten die  „Puchheimer  Griechen“, wie die Mannschaft damals aufgrund des  Immer-noch-Wohnortes  ihres Präsidenten genannt wurde, in der C-Klasse und auf der Klosterwiese. 1989 folgte der Umzug in die Bezirkssportanlage an der Meyerbeerstraße in Obermenzing. Seitdem ist Herakles dort Zuhause, seitdem ist Mentis mit kurzen Unterbrechungen der Rekordtrainer, seitdem ist er Präsident und mittlerweile auch Wirt des Vereinsheims.

Zum Niedergang der einstigen Nachbarn an der Klosterstraße hält sich Mentis diplomatisch bedeckt: „Da bin ich einfach zu weit weg vom Geschehen. Aber ich erinnere mich, als der Verein damals vom Regionalliga-Aufstieg träumte. Da muss viel schief gelaufen sein.“ Ein wenig schief gelaufen ist auch die Vorrunde bei seinen Herakles-Aufsteigern. „Wir sind mit vier Siegen in die Saison gestartet. Dann bin ich mal für sechs Wochen in die Heimat geflogen, weil meine Tochter dort geheiratet hat.“ Kaum war der Macher weg, riss die Erfolgsserie. Vier Leistungsträger düsten ebenfalls in den Urlaub ab, dazu gesellten sich zwei verletzte Spieler. Doch zuletzt hat sich die  Mentis-Elf  wieder gefangen und ist auf den siebten Tabellenplatz – nur drei Punkte hinter dem Zweiten – vorgerückt. Der Multi-Grieche ist überzeugt: „Wenn ich nicht weg gewesen wäre, hätten wir mit Sicherheit sechs bis acht Punkte mehr auf dem Konto.“

Nach dem torreichen 7:4-Hinspielsieg über den  SCF  rechnet Mentis auch zum Rückrundenauftakt mit vielen Toren im Klosterstadion. „Mir ist nicht entgangen, dass Bruck mit 33 Toren mehr Treffer als der Tabellenführer erzielt hat. Da treffen zwei starke Offensivreihen   aufeinander. „Aber ich bin mir sicher, dass wir nicht als Verlierer vom Platz gehen“, meint Mentis augenzwinkernd.

Text: Dieter Metzler

Quelle: fussball-vorort.de

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