BCF muss die Kröte schlucken

Gelungener Einstand: BCF-Neuzugang Korbinian Gillich (Mitte) überzeugte auf der defensiven Außenposition. Die Wolfratshauser legten indes einen holprigen Saisonstart hin, blieben aber auch im zweiten Spiel ungeschlagen. FOTO: Lippert

BCF Wolfratshausen - Im Bayernliga-Auftaktspiel am Samstag konnte der BCF mit der Punkteteilung leben. Nach dem 1:1-Heimdebüt gegen den TSV Schwabmünchen mussten die Farcheter es.

von Oliver Rabuser

Die Erkenntnisse aus zwei absolvierten Begegnungen sind nicht ausufernd. Als erstes Fazit bleibt festzuhalten: Der BCF Wolfratshausen kann in der Abwehr den personellen Widrigkeiten trotzen. Die Viererkette stand gegen die Schwaben sehr solide, ließ den galligen und agilen Widersacher nie wirklich gewähren. Neuzugang Korbinian Gillich hinterließ auf der ungewohnten Außenposition einen hervorragenden Eindruck. „Für einen Zentrumsspieler war das ein sehr gutes Debüt“, zeigte sich Steffen Galm zufrieden.

Weniger war es der Trainer mit dem Rest des Fußballabends, der aus Wolfratshauser Sicht nicht immer nach Wunsch verlief. Daran änderte der frühe Führungstreffer auch nichts. Nach neun Minuten erhob sich der BCFTrainer erstmals mit Schwung und wetterte: „Leute, ihr verschenkt jeden Ball.“ Wenige Augenblicke später drückte Basti Pummer eine Hereingabe von Marley Amanquah zum 1:0 in die Maschen.

Pummers Gegenspieler befand sich in dieser Szene im komatösen Tiefschlaf. Der Rückstand schmeckte den Schwabmünchnern so ganz und gar nicht. Sie wollten ihren schmucken Saisonstart mit bislang vier Punkten weiter pflegen und keinesfalls die erste Niederlage hinnehmen. Beim Pfostenschuss von Joachim Frey nach feiner Ballstafette wär’s beinahe schon passiert. Die Elf von Coach Guido Kandziora war das bessere Kollektiv in einem Match auf mäßigem Niveau. Der BCF tat sich – und das ist die zweite Erkenntnis – im Aufbauspiel und in den Zuspielen in die Spitze sehr schwer. Lamine Guèye gelang wenig, auch Pummer fiel nach seinem Treffer kaum mehr auf. Übungsleiter Galm monierte, seine Equipe habe es „nicht geschafft, den Ball zu beruhigen“, wodurch „eine Angriffswelle nach der anderen“ auf die Farcheter zurollte. In diesem Strickmuster gefangen sei es laut Galm dann sehr „schwierig, die Führung über so lange Zeit zu verteidigen“.

Eine Viertelstunde vor dem Ende war dann Schluss mit lustig: Frey, eigentlich just für die Auswechslung vorgesehen, fand bei einem Eckstoß für die Gäste die passenden Mitspieler – 1:1. Galm fehlte es in den eigenen Reihen an „Laufbereitschaft und Ballverarbeitung“. Er machte gar einen „Rückfall in alte Zeiten“ aus. Allerdings gegen einen „extrem fitten und körperlich präsenten Gegner.“ Die Remis-Kröte musste der 40-Jährige dennoch schlucken. „Mehr war heute nicht drin.“

Quelle: fussball-vorort.de

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