BCF muss sich auf Abstiegskampf einstellen

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Spielentscheidende Szene: Schiedsrichter Andreas Hummel stellt Wolfratshausen Basti Pummer vom Platz. Später musste auch noch Teamkollege Patrick Motzkau vorzeitig zum Duschen. In Unterzahl hatte der BCF gegen Pullach keine Chance und unterlag 1:3.

BCF Wolfratshausen - Zwei Platzverweise, null Punkte, drei Niederlagen in Folge – dieses Zahlenspiel dokumentiert die aktuelle Verfassung des BCF Wolfratshausen. Bei der 1:3-Heimpleite gegen den SV Pullach nahmen sich die Farcheter in erster Linie selbst aus dem Spiel.

Herzlich willkommen im Abstiegskampf: Nach zwölf Punktspielen ist der BCF Wolfratshausen doch in jenem Bereich der Tabelle angekommen, in dem ihn vor der Saison das Gros der Fachleute erwartet hatte: Am Übertritt vom Mittelfeld zur Relegation. Doch so erwartet wie die Niederlage gegen die Pullacher angesichts der Tabellensituation war, so überflüssig war sie auch. Denn der Ballclub schlug sich praktisch selbst.

Starke 30 Minuten der Wolfratshauser zu Beginn suggerierten dem Gast, er könne die Punkte keineswegs lässig mit ins Isartal heimnehmen. Wer weiß, wie die Begegnung verlaufen wäre, hätte Werner Schuhmann den Ball nach nur drei Minuten im leeren SV-Kasten untergebracht. Eine Möglichkeit dieser Güte sollten die Farcheter tunlichst nutzen. Zumal Coach Reiner Leitl zuletzt mehrmals auf eine effizientere Chancenverwertung hingewiesen hatte. Pullach hatte bis dato drei Abschlüsse von Orhan Akkurt zu verzeichnen – einer davon durchaus eine Herausforderung für BCF-Schlussmann Kevin Pradl.

Danach kam es zu der folgenschweren Situation, die beide Seiten naturgemäß kontrovers bewerteten: Basti Pummer sprang beim Kopfballduell Christoph Meißner hinein. Foul und Freistoß – soweit, so gut. Im Fallen jedoch drückte Meißner sein Missfallen über diese Kollision mit einem unlauteren Einsatz des linken Arms aus. Pummer revanchierte sich auf gleiche Weise. Dumm: Der junge Linienrichter hatte nur die Aktion des Wolfratshausers gesehen. Einerseits eine Fehleinschätzung des Schiedsrichtergespanns, aber auch eine Eselei des Wolfratshauser Angreifers. „Pummer muss so clever sein, sich nach der vorangegangenen, unfairen Aktion zurückzuziehen“, kommentierte Leitl die spielentscheidende Situation.

60 Minuten Unterzahl – ein schwieriges Unterfangen. Das 0:1 durch einen Volleyschuss konnte der BCF noch korrigieren. Mit dem Pausenpfiff veränderte Schuhmann Dominik Putzkes Schuss entscheidend in seiner Richtung – 1:1. Ein Hoffnungsschimmer, mehr nicht. Denn Leitls ausgerufener Stabilitätspakt hielt im zweiten Spielabschnitt gerade einmal drei Minuten. Dann flankte Maxi Schuster auf Orhan Akkurt – und es hieß 1:2. Angesichts der kurzen Entfernung stand auch Pradls Verhalten auf dem Prüfstand: Farchets Keeper blieb auf der Torlinie kleben, als hätten die Pullacher dort heimlich Pattex verteilt.

Wer jetzt noch Zweifel über einen, aus Wolfratshauser Sicht, gebrauchten Nachmittag hegte, bekam weiteres Beweismaterial: Onur Misirlioglu vergab aus zwei Metern per Kopf den neuerlichen Ausgleich. Wenig später verabschiedete sich mit Patrick Motzkau ein weiterer Akteur in Grün-Weiß vorzeitig in die Kabine. Die Beteuerungen des Rechtsverteidigers, er sei mit der Hand auf den Ball gefallen, drangen nicht zum Spielleiter durch. Pullach schaltete ob der personellen Übermacht in der Verwalter-Modus, beschränkte sich auf einen letzten Treffer des Doppel-Torschützens Peter Beierkuhnlein. Leitl zollte seiner Elf dennoch Respekt: „Hut ab vor den Jungs. Sie haben alles versucht, das Ergebnis in Grenzen zu halten.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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