Muzzi zum Städtele hinaus: Torjäger geht raus aufs Land

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Auf gute Zusammenarbeit: Der vielumworbene Muzzi Gür (l.) und Günzlhofens Präsident Uli Jais.

Fürstenfeldbruck - Es ist der Fußball-Transfer des Jahres: Muzzi Gür wollte sich beim SC Fürstenfeldbruck als Torjäger beweisen. Zuletzt deutete alles auf einen Wechsel zum SC Unterpfaffenhofen hin, doch jetzt geht Gür aufs Land. Ein Wechseldrama.

Jahrelang widerstand Muzzi Gür allen Abwerbungsversuchen aus höheren Fußball-Ligen und hielt dem TSV West die Treue. Jetzt, mit 28 Jahren, wollte sich der Torjäger doch noch höheren Aufgaben stellen und wechselte zum SC Fürstenfeldbruck. Das war im Juli.

Gleich bei seinem ersten Spiel im SCF-Trikot schoss er ein Tor, doch danach war er bei Trainer Dirk Teschke nur noch zweite Wahl. Gür war frustriert und steht seitdem in in den täglichen Transfer- Schlagzeilen. Eigentlich wollte er zum SC Unterpfaffenhofen . Doch gestern platzte die Bombe: Muzzi wechselt um VSST Günzlhofen.

Der Transferpoker im Zeitraffer:

Sonntag, 15 Uhr: Gür steht als Zuschauer seiner Ex- West-Spezln am Spielfeldrand in Günzlhofen und wird vom dortigen VSST-Präsidenten Uli Jais auf ein Bier eingeladen.

19.30 Uhr: Beim Tagblatt geht die Information ein, wonach Gür sein ursprüngliches Vorhaben, zum Kreisliga- Aufsteiger SC Unterpfaffenhofen zu wechseln, nun doch in die Tat umsetzen will.

21.45 Uhr: SCU-Manager Christian Maile verneint auf Tagblatt-Nachfrage, in jüngster Zeit Kontakt mit Gür zu haben. Der Torjäger selbst hat sein Handy ausgeschaltet.

Dienstag, 19.30 Uhr: Tagblatt- Reporter Andreas Daschner trifft Gür beim Pokalspiel des SCF. Der Torjäger bestätigt: „Ja, ich will weg und gehe nach Unterpfaffenhofen.“

21 Uhr: Maile bestätigt, erstmals wieder mit Gür telefoniert zu haben und kündigt eine Entscheidung für Dienstagvormittag an.

Mittwoch, 9.15 Uhr: Maile erklärt: „Wir verzichten auf Muzzi. Er passt nicht in unsere Vereinsstruktur. Bei uns bekommt keiner Geld fürs Fußballspielen. Gür müssten wir aber als bezahlten Vertragsam

ateur einstellen.“

15 Uhr: Muzzi trifft sich zum Gespräch mit Günzlhofens Manager Uli Jais. 15.30 Uhr: VSST-Manager Franz Ostermeier bestätigt: „Gür will ein Günzlhofener werden.“

15.35 Uhr: SCF-Präsident Sigi Müller erklärt dem Tagblatt: „Egal, wohin. Muzzi kann gehen.“

17 Uhr: Jais erhält von SCF-Betreuer Alfred Thurner den Spielerpass und bezahlt „null Euro“ Ablöse.

18.25 Uhr: Ostermeier meldet Vollzug: Gür hat als Vertragsamateur in Günzlhofen unterschrieben. Der Funktionär, früher selbst Vize in Bruck: „Hut ab vor dem SCF. Es wurde alles ganz professionell abgewickelt.“

Beim abgestiegenen VSST wird Muzzi Gür (in der abgelaufenen Saison 39 Kreisklasen- Tore für den TSV West) nun an der Seite von Torjäger Thomas Loder – mit 31 Treffern der beste Schütze in den zwei Zugspitz-Kreisligen – stürmen. Bereits am Sonntag in Schöngeising steht neue Traumduo auf dem Platz.

von Peter Loder

Quelle: fussball-vorort.de

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