Pipinsried dreht erneut die Partie

Nach 0:2-Rückstand noch 4:2-Sieg für Weiss-Truppe

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Wo laufen sie denn? Die tief stehende Herbstsonne bereitete Probleme, doch die FCP-Kicker auf der Bank bewiesen Einfallsreichtum. Sie hängten die Trikots so geschickt aufs Dach des Häuschens, dass diese Schatten spendeten.

FC Pipinsried - Wer das Pipinsrieder Stadion am Samstag ein paar Minuten vor dem Schlusspfiff verlassen hat, der hat richtig was verpasst.

Denn die Kicker aus dem Dachauer Hinterland machten gegen Kottern aus einem 0:2-Rückstand binnen neun Minuten einen 4:2-Sieg. Dieser hat den FCP in der Tabelle gleich um vier Plätze von Rang 14 auf Platz zehn nach vorne katapultiert.

Die erste klare Torchance in der FCP-Arena hatten die Hausherren durch Arthur Kubica (5.), dessen Schuss konnte TSV-Keeper Michael Liebherr an die Latte lenken. Von Kottern war im ersten Abschnitt in der Offensive kaum etwas zu sehen. Pipinsried hatte deutlich mehr Spielanteile, gefährlich vor das Tor der Gäste kam die Mannschaft von Bernd Weiss jedoch nur selten. So bekamen die 180 Zuschauer lediglich noch zwei Halbchancen durch Manuel Eisgruber (34.) und, nach einer Ecke, von Arthur Kubica (44.) zu sehen.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schock für die Pipinsrieder. In der 48. Minute rauschten FCP-Keeper Georgios Blantis und Kotterns Sebastian Perner zusammen. Nach einer längeren Verletzungspause musste Blantis gegen Ersatzkeeper Thomas Zieger ausgetauscht werden. Und Zieger sah beim ersten Gegentor in der 56. Minute nicht gut aus, sein Abspiel geriet zu kurz, der Ball fiel dem eingewechselten Robin Volland direkt vor die Füße. Der Bruder des Nationalspielers Kevin lief noch ein paar Meter und traf dann zur Gästeführung. Schon in der 70. Minute hätte Kottern auf 2:0 erhöhen können, doch Tanju Köse scheiterte im direkten Duell mit Thomas Zieger.

Wenig später besorgte Volland dann doch das 2:0 (77.), danach verließen bereits die ersten Zuschauer die FCP-Arena – keine gute Entscheidung. Denn ab der 83. Minute ließ es der FCP im wahrsten Sinne des Wortes krachen. Nach einem guten Zuspiel von Thomas Schreiner auf Manuel Eisgruber konnte Liebherr zwar noch retten, gegen den Nachschuss von Armin Lange war der Kotterner Keeper jedoch machtlos – 1:2.

Sofort keimte wieder Hoffnung im weiten Pipinsrieder Rund auf. Manuel Eisgruber, die personifizierte Pipinsrieder Lebensversicherung der vergangenen Wochen, gelang in der 87. Minute der 2:2-Ausgleichstreffer – und es kam sogar noch besser für die Hausherren. Nach einem Foul von TSV-Keeper Michael Liebherr an Eisgruber zeigte Schiedsrichter Thomas Färber auf den Punkt – Elfmeter für Pipinsried. Arthur Kubica zeigte sich abgezockt, er verwandelte sicher (89.). Nach einen Befreiungsschlag von Tobias Heinzinger kam Arthur Kubica in der Nachspielzeit völlig frei an den Ball, er legte noch einmal quer auf den eingewechselten Jamaikaner Nickoy Ricter, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste.

FCP-Coach Bernd Weiss war nach dem Spiel zwar erleichtert, er fand aber auch mahnende Worte: „Über weite Strecken war das viel zu wenig von uns. Der Torwartfehler zum 0:1 hat da ins Bild gepasst. Was dann in den letzten Minuten passiert ist, kann man eigentlich nicht erklären, zumal es nicht das erste Mal war, seit ich Trainer in Pipinsried bin. Darauf dürfen wir uns allerdings nicht verlassen. Ein Teil der Spieler lässt viel zu schnell den Kopf hängen, das werde ich unter der Woche auch klar ansprechen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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