In der Eishockey-Landesliga gibt es keine Auf- und Absteiger

Nach Abbruch mit neuem Modus

Das Spieljahr ist beendet: Für die Black Bears geht es frühestens im Januar in der Landesliga weiter, allerdings mit einem modifizierten Modus.
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Das Spieljahr ist beendet: Für die Black Bears geht es frühestens im Januar in der Landesliga weiter, allerdings mit einem modifizierten Modus.

Die Eishockey-Landesligen brechen die Saison ab. Betroffen davon: EV Moosburg und SE Freising.

Landkreis – Der EV Moosburg und die Black Bears Freising haben den Klassenerhalt für die Saison 21/22 sicher! Das ist die einzig gute Nachricht aus einer Videokonferenz der Eishockey-Landesligisten. Die schlechte ist, dass die Saison im bisher geplanten Modus abgebrochen wird. Wegen der Spielausfälle durch den Lockdown und dem weiterhin unkalkulierbaren Pandemiegeschehen sahen sich die Vereine und der Verband zu diesem Schritt gezwungen. Der Bayerische Eissport-Verband arbeitet zusammen mit den Ligasprechern an einem Modell, wie ein Spielbetrieb in veränderter Form darstellbar und der Pandemie vernünftig angepasst sein kann. Dies sei allerdings sehr davon abhängig, wann eine Rückkehr in einen Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder möglich ist. Konkret heißt das laut Obmann Frank Butz, dass für Entscheidungen zum weiteren Vorgehen die Entwicklung des Pandemiegeschehens und daraus resultierende Beschlüsse der Ministerpräsidenten zu Lockerungen abgewartet werden. Fest steht jedoch schon jetzt, dass auch bei einer Weiterführung der Saison die Auf- und Abstiegsregelung ausgesetzt bleibt. „Uns war schon bewusst, dass es in diese Richtung gehen wird.“ meint EVM-Vorstand Bernhard Loidl. „Das ist auch vernünftig. Denn, egal in welcher Liga, wie soll das fair gestaltet werden, dass Auf- und Absteiger fair ermittelt werden? Das geht einfach nicht! Man muss sowieso schauen, ob wir überhaupt nochmal spielen dürfen.“ Welche Auswirkungen die Entscheidung jetzt für den EV Moosburg hat, darüber hat sich Bernhard Loidl mit seinen Vorstandskollegen bislang noch nicht ausgetauscht. Dazu müsste man auch erst die politischen Entscheidungen in der nächsten Woche abwarten. Unabhängig vom Spielbetrieb sieht der EVM-Vorstand vor allem sorgenvoll auf seine Nachwuchsspieler. Für die wäre es laut Loidl enorm wichtig, wenn zumindest der Trainingsbetrieb wieder starten könnte.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklung deutschlandweit ist der Abbruch eine richtige, vernünftige und fast alternativlose Entscheidung.“ findet Freisings 2. Abteilungsleiter Andreas Sten. Ansonsten sehe er die Sache eher mit einem weinenden Auge. Gerade jetzt, wo bei den Black Bears das Team mit neuem Trainer, neuem Sportleiter und vielen neuen Spielern aufgebaut werden sollte, hätte sich Sten schon gewünscht, dass man einen regulären Wettkampfbetrieb hat. Er gehe jetzt nicht davon aus, dass die Black Bears dieses Jahr nochmal auf’s Eis dürfen. „Aber wir stehen jedweder Form eines machbaren Wettkampfbetriebs offen gegenüber und würden es auch begrüßen“, hofft der 2. Abteilungsleiter auf eine Fortsetzung im neuen Jahr. „Alleine schon, weil man ja im Vorfeld einer Saison einiges an Aufwand betreibt. Ich glaub, jeder Sportler möchte sich dann auch gerne im Wettkampf mit anderen messen.“

Josef Fuchs

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