So lief das Jahr 2015 für den VfR

Nach dem Abstieg: Garching ist zurück!

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Abstieg: Trainer Daniel Weber muss mit dem VfR Garching zurück in die Bayernliga, die Amberger feiern den Aufstieg.

VfR Garching - Wenn eine Mannschaft absteigt, herrscht meistens dicke Luft und für den Trainer wird es eng. Der VfR Garching ist der stolze Gegenpol zu den Mechanismen des Fußballs.

Garching – Nach einem aufregenden Jahr in der Regionalliga war der Verein auf den Abstieg nach langer Relegation vorbereitet. Garching war stolz auf die Mannschaft und mit dem Trainer für die Ewigkeit Daniel Weber wurde das Ziel Wiederaufstieg ausgegeben.

Die Garchinger waren ausgezeichnet in die Regionalliga gestartet und wurden erst zum Ende der Vorrunde durchgereicht in die Region der Relegationsränge. Im Frühjahr kam dann nicht unerwartet die richtige Krise. Aus den ersten sieben Spielen nach der Winterpause holte der Aufsteiger nur ein mageres Pünktchen. Die kleine Aufholjagd im Endspurt (zwei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage) kam zu spät. Es folgte eine kurze Wartezeit wegen der Relegation in der 2. Bundesliga, weil beim Abstieg des TSV 1860 München die Reserve aus der Regionalliga zwangseliminiert worden wäre. Sechzig blieb drin und für Garching war das schlecht. Nun spielten vier Mannschaften einen Platz aus und der VfR musste viermal ran.

Nach der 6:2-Gala beim FC Pipinsried war das Rückspiel (1:0) nur eine Formalie, aber dann wartete Heimstetten-Eliminierer FC Amberg. In den entscheidenden 180 Minuten ging dem VfR die Luft aus. Garching hatte seine Chancen, machte aber kein Tor und verlor erst 0:2 auswärts, dann 0:1 zu Hause. Das war’s. Der Abstieg war das eine, die besonderen Umstände das andere. Fünf Tage nach dem zweiten Spiel gegen Amberg begann die Vorbereitung für die Bayernliga. Keine Sommerpause und einige Veränderungen im Kader deuteten an, dass die Saison holprig beginnen würde. Garching war vorne dabei, bis sich die Startruppe der Liga blamierte so gut es nur ging. Gegen vier Mannschaften aus der unteren Tabellenregion gab es drei Unentschieden und eine Niederlage. Der VfR lief Gefahr, die Tabellenspitze etwas aus den Augen zu verlieren.

Doch dann ging die Post ab. Bis zur Winterpause absolvierten die Garchinger zehn Spiele ohne Niederlage, dabei fuhren sie siebenmal die vollen drei Punkte ein. Mit 44 Zählern ist der VfR Erster mit einem Vorsprung von vier vor dem Rest der Liga. Der Verein hat sich selbst belohnt für seine Ruhe in einem der aufregendsten Jahre der Vereinsgeschichte. In seinen sechs Jahren als Trainer wackelte Daniel Weber noch keine Sekunde. Und nun ist er auf dem guten Weg im sechsten Garchinger Trainerjahr den vierten Aufstieg zu schaffen. Der VfR freut sich auf die zweite Halbserie als Gejagter der Liga. Denn dieses erste Regionalligajahr in der Vereinsgeschichte hat Appetit auf mehr gemacht.

Quelle: fussball-vorort.de

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