Nach Blitzeinschlag brennt's im Sportpark

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Früher Jubel bei der SpVgg: Mario Erb (Mitte) freut sich mit Pascal Köpke (l.) und Andreas Voglsammer über sein Tor zum 1:0 gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Am Ende trennen sich beide Teams 3:3.

SpVgg Unterhaching - Viel Sitzfleisch brauchten die 3000 Zuschauer beim 3:3 (2:0) der SpVgg Unterhaching gegen den SV Wehen-Wiesbaden: Zu den 90 Minuten Fußball kam noch eine einstündige Gewitterpause.

Das Ausharren sollte sich für die Haching-Fans am Ende lohnen: In der 85. Minute beförderte Benjamin Schwarz einen 25 Meter-Freistoß zum viel umjubelten 3:3-Endstand in den Winkel. Die Tribüne bebte fast beim kollektiven Torjubel, und das, obwohl für die SpVgg anfangs noch viel mehr möglich schien an einem Nachmittag, den es erst einmal zu verdauen galt.

„In diesem Spiel war wahnsinnig viel drin“, bilanzierte Gäste-Coach Marc Kienle. Sein Unterhachinger Kollege Christian Ziege fügte trocken an: „Es war ein komischer Tag.“ Und Hachings Kapitän Mario Erb ergänzte: „Es war ein turbulentes Spiel. Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Aber wenn du zuhause zur Halbzeit 2:0 führst, gibt es eigentlich nichts anderes als das Spiel zu gewinnen.“

Tatsächlich gehörten die ersten 45 Minuten eindeutig den Hachingern, die gefällig spielten und mit Standards zuschlugen, speziell mit den Ecken von rechts, getreten durch Alon Abelski. Der erste Streich gelang Kapitän Mario Erb, der völlig ungehindert in den langen Winkel einköpfen durfte (10.). Das 2:0 wurde durch Gäste-Keeper Markus Kolke begünstigt, der, von einem eigenen Verteidiger behindert, den Ball fallen ließ. Andreas Voglsammer traf aus der Drehung (35.). Weil Pascal Köpke zudem zwei Minuten zuvor nach einem sehenswerten Konter an Kolke gescheitert war, Stefan Haas den Nachschuss über die Latte jagte, war die 2:0-Pausenführung gegen weitgehend harmlose Hessen verdient.

Das Blatt wendete sich, als Alexander Riemann in der 48.?Minute aus 25 Metern einfach mal draufhielt, Michael Zetterer den genau auf ihn zufliegenden Ball offenbar fangen wollte, ihn dabei über die Linie tropfen ließ. Diesen Treffer musste der SpVgg-Keeper auf seine Kappe nehmen. Wehen war nun am Drücker, Haching kämpfte, zeigte sich aber verunsichert. Zetterer musste zweimal gegen Luca Schnellbacher eingreifen (57., 62.), gegen Jose Pierre Vunguidicas 16-Meter-Volleyknaller nach einem Freistoß und glücklicher gemeinsamer Kopfballvorlage zweier Gäste-Spieler war er aber machtlos (71.).

Zwei Minuten nach diesem 2:2 veranlasste dann ein unmittelbar auf den Donner folgender Blitz Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck zur sofortigen Spielunterbrechung. Erst eine Stunde später ging es weiter, zwischendurch gab es nach einem Blitzeinschlag im Tribünendach, an dem es kurzzeitig sogar brannte, noch einen Feuerwehreinsatz. Doch von Seiten der Floriansjünger gab es keine Bedenken gegen eine Fortsetzung der Partie.

Nach genau einer Stunde gab dann auch Jöllenbeck Grünes Licht. „Klar ist es nervig. Man redet viel, was man besser machen kann und wartet, dass der Schiri sagt: Weiter geht’s“, beschrieb Erb die Situation in der langen Pause. „Man versucht, die Spannung zu halten. Das haben wir nicht ganz so geschafft.“

Denn sofort brannte es wieder, diesmal in Hachings Defensive: Schnellbacher traf aus 20 Metern zum 2:3 (75.). Doch dank des Traumtors von Schwarz gingen die Hachinger wenigstens nicht leer aus, sehr zur Freude des Kunstschützen: „Wenn du fast in der letzten Minute einen Freistoß reinmachst, bist du natürlich überglücklich. Aufgrund der ersten Halbzeit war das Remis verdient.“

Quelle: fussball-vorort.de

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