Fußball

Nach drei Testspielen: Türk Gücü Erding feuert Trainer

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Sabir Smajic wurde gefeuert.  

Sabir Smajic  ist nicht mehr Trainer beim Kreisklassisten Türk Gücü Erding. Wer wird sein Nachfolger?

Erding – Sabir Smajic ist nicht mehr Trainer des Fußball-Kreisklassisten Türk Gücü Erding. Und alle sind froh darüber. Wirklich alle, denn auch der Gefeuerte macht keinen Hehl daraus: „Das hat einfach nicht gepasst.“

Am Sonntag gingen die Erdinger Türken beim A-Klassisten SV Dietersheim 1:9 unter. „Danach haben wir Sabir mitgeteilt, dass wir uns von ihm trennen werden“, sagte gestern Özkan Tezcan, der 2. Vorsitzende des Vereins. Und er fügte hinzu: „Er war sofort damit einverstanden.“

Smajic war erst zu Saisonbeginn zum Erdinger Kreisklassisten gekommen. „Ich dachte, ich kann hier gemeinsam mit Osman Husic etwas aufbauen“, sagte der 55-Jährige, „aber mein Eindruck ist: Die Spieler sehen das hier mehr als reines Freizeitvergnügen.“ Er setze aber eben auf Disziplin.

Und damit habe er „ein wenig übertrieben“, meint Tezcan. „Die Spieler waren sehr unzufrieden. Ich habe ständig Anrufe bekommen.“ Laut dem TG-Vize habe Smajic Spieler schon wegen Nichtigkeit von Training oder Spiel ausgeschlossen. „Außerdem hat er Dinge nicht akzeptiert, die wir als Vorstand vorgegeben haben.“

Eskaliert sei dies am Sonntag, als Smajic lieber dezimiert weiterspielen ließ, als einen Spieler einzuwechseln. Smajic meint dazu: „Das war nicht möglich, weil dieser besagte Mann nicht im Elektronischen Spielberichtsbogen eingetragen war. Er durfte also gar nicht auflaufen.“

Ein weiterer Vorwurf des 2. Vorsitzenden: Nachdem das Spiel der Zweiten abgesagt worden war, hätte Smajic noch Spieler für die Erste nachnominieren können. Der Ex-Trainer, der einst beim TSV Buchbach, TSV Dorfen und Grüntegernbach gecoacht hat, meint dazu: „Ich habe mehrere Spieler angerufen. Alle hatten mir gesagt, dass sie keine Zeit hätten.“

Dann allerdings standen sie am Spielfeldrand und sahen zu, wie Smajic neun Tore kassierte. Der Trainer hatte sich nämlich selbst in den Kasten gestellt. Er bedauert die Entwicklung. „Man muss auch sehen, dass zurzeit viele Spieler im Urlaub sind. Ich hätte schon gern ein wenig mehr Zeit gehabt. Die habe ich nicht bekommen.“ Letztlich sei er aber froh, dass es vorbei ist. „Wir haben uns einfach nicht gefunden. Das ist nicht meine Fußballphilosophie.“ Smajic räumte aber schon ein, dass er sehr viel Wert auf Disziplin lege.

Sein Nachfolger steht noch nicht fest. „Wir sind an einigen Kandidaten dran. Ich hoffe, dass wir schon beim Dienstagstraining den neuen Mann vorstellen können.“

 

Quelle: Merkur.de

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