Garching in der Mini-Krise

Nach 1:1 gegen Schlusslicht folgt 0:1 gegen Vorletzten

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Eine gute Chance hat Gerrit Arzberger für den VfR. Doch er trifft den Ball nicht richtig.

VfR Garching - Die Misere geht weiter: Die Aufstiegs-ambitionierten Garchinger scheitern eine Woche nach dem 1:1 gegen das Tabellen-Schlusslicht nun beim Vorletzten aus Hankofen. Nach der 0:1-Niederlage sind Diskussionen über die Meisterschaft tabu.

Jeder blamiert sich derzeit, so gut es geht: Die Favoriten der Bayernliga patzen im Gleichschritt. Aber den VfR Garching toppt kaum ein Konkurrent. Nach dem peinlichen 1:1 zu Hause gegen den Tabellenletzten Ruhmannsfelden gab es nun beim Vorletzten Hankofen eine 0:1 (0:1)-Niederlage.

Wieder waren die Garchinger haushoher Favorit, wieder zeigten sich in den 90 Minuten Parallelen zum Gruselkick gegen Ruhmannsfelden. Die Garchinger waren feldüberlegen, aber nicht zwingend. Darum haben sie den Dreier auch nicht verdient, der VfR zeigte ein ungefährliches 0:0-Gekicke. Dem gegenüber stellten die Niederbayern Kampf, Einsatz und Leidenschaft.

Und das reichte. Die weitestgehend harmlosen Garchinger hatten in der ersten Hälfte eine richtig große Chance in der 20. Minute, als Gerrit Arzberger am Pfosten scheiterte. Der Mann von der Außenbahn zog mit einer guten Einzelaktion nach innen und schoss dann von der Strafraumgrenze mit etwas Pech ans Aluminium.

Hankofen konnte mit dem 0:0 ganz gut leben, hatte dann aber zehn Minuten vor der Pause seinen großen Moment bei einer konterähnlichen Situation. Die Niederbayern hatten bei einem schnellen Angriff Gleichzahl, steckten den Ball clever durch die Abwehr und erspielten sich einen schönen Treffer.

Nach dem Seitenwechsel liefen die Garchinger dem Rückstand mit gefühlten 70 Prozent Ballbesitz hinterher, aber die großen Tormöglichkeiten blieben aus. An der gegnerischen Strafraumgrenze waren sie fast immer mit ihrem Latein am Ende. Die Leistung war nur unmerklich besser als in der Vorwoche.

Die beste Chance zum Ausgleich hatte Gerrit Arzberger, der nach etwa einer Stunde am Elfmeterpunkt völlig frei zum Schuss kam. Doch der Offensivmann traf den Ball nicht richtig, der Keeper konnte den Ball wie einen harmlosen Rückpass im Stehen aufnehmen. Zu allem Überfluss kassiert Mario Staudigl dann auch noch nach einem groben Foul in der 87. die Rote Karte und fliegt vom Platz.

„Die Leistung war nur Bayernliga-Durchschnitt“, resümierte VfR-Fußballchef Franz Hölzl. „Da brauchen wir von oben in der Tabelle gar nicht mehr reden.“ Er und Trainer Daniel Weber kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Mannschaft zu sehr mit der Meisterschaft und dem Aufstieg befasst, dabei aber die Aufgaben der Gegenwart aus dem Blick verliert. Diese Diskussion über die Rückkehr in die Regionalliga werden wohl nach den aktuellen Leistungen und dem Abrutschen aus der Ligaspitze zum Tabu erklärt.

Quelle: fussball-vorort.de

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