Nach Kabinenpredigt bissiger

- Baldham - Vor allem dank einer engagierten Leistung in Hälfte zwei haben die Bezirksliga-Kicker des SC Baldham den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Gegen Spitzenreiter und Mitabsteiger 1. FC Traunstein gelang der Elf von Klaus Brand ein 2:0 (0:0)-Erfolg.

In Hälfte eins hatte der SCB viel Dusel: Traunstein versiebte etliche Großchancen. "Entscheidend war für mich, dass wir endlich vollzählig waren und die Bank so gut besetzt war, dass wir das Ergebnis nach Hause bringen konnten", resümierte Brand. Nach der Rückkehr von Manuel Scharmanski (Rot-Sperre) hatte man echte Alternativen auf der Bank. Nur einer fehlte: Stürmer Alex Wagner. Es stimme, dass er nach seiner Verletzung lange nicht fit gewesen sei, so Wagner. Sein Fehlen habe aber auch einen anderen Grund: "Es geht darum, dass mir der Verein etwas zugesagt hat und dies nicht eingehalten wurde. Es ist nicht so, dass ich gegen Richtlinien des Vereins verstoßen habe und der Sündenbock bin", stellt er klar. Er hoffe, dass man die Sache bald klären und er wieder spielen könne, ergänzt er geheimnisvoll.

Zusammen mit knapp 100 Fans sah Wagner eine schwache erste Hälfte seiner Kollegen. "Das war reiner Standfußball", so Brand sauer. In der Tat schauten die SCBler den lauffreudigen Gäste nur hinterher. Die versiebten eine Großchance nach der anderen. Da war Pech und Unvermögen dabei: Sturmspitze Adrian Klein musste wegen einer Zerrung früh raus (2.). Thomas Michels verpasste eine Linksflanke um Millimeter (8.), dann bugsierte er das Leder aus fünf Metern an die Latte (20.). Davor setzte Marin Madalin einen Foulelfmeter an den linken Pfosten (15.). Michels hatte im Strafraum "eingefädelt", "den konnte man geben", so Brand. Auch David Werheim vergab kläglich: Frei vor dem gut aufgelegten Markus Lach verzog er knapp (35.). Nach einer deftigen Kabinenpredigt zeigte sich der SCB bissiger. Auch deshalb, weil die Joker Robert Eichner und Thomas Hertlein stachen. Und man effektiver als die Gäste war: Im Laufduell wurde Goalgetter Robert Grätz umgerempelt. Serdar Candar verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher: 1:0 (55.). Alper Kayabunar erkämpfte sich den Ball an der Mittelline, der dann bei Patrick Wagmann am Strafraum landete. Der leitete auf David Darmoro weiter, der von halblinks flach abzog: 2:0 (58.). Auf der anderen Seite hatte Lach Glück, dass der Ball an die Latte tropfte (Freistoß, 75.), als er ihn nicht richtig zu fassen bekam. "Selbst Schuld, wenn die ihre Chancen nicht machen", so Brand.

Quelle: Merkur.de

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