Trainerlaufbahn als Ziel

Nach Karriereende: Knauer mit neuen Plänen

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Maximilian Knauer (in weiß) will sich nun vermehrt seiner Karriere als Trainer widmen. Derzeit hospitiert er beim FC Bayern II unter Coach Heiko Vogel.

VfR Garching - Ein Kind des Glücks ist Maximilian Knauer nicht gewesen. Aber was ist Glück? Wäre es heute das Höchste der Gefühle für den Jungen aus dem Eittingermoos, seinen Traum vom Profifußball leben zu können?

Vielleicht würde er mit 1860 gegen den Abstieg kämpfen, vielleicht wäre er, wie so viele frühere Weggefährten, irgendwo anders in der Bundesliga unterwegs. Das Talent dazu hatte er. Aber nicht den robusten Körper. Drei Knieoperationen, fast zwei Jahre ohne Pflichtspiel, stoppten recht jäh eine vielversprechende Karriere. Immerhin waren noch ein paar Jahre Regional- und Bayernliga möglich.

Auch die sind nun zu Ende, das Knie macht nicht mehr mit. Aus mit 27. Nun könnte man wieder fehlendes Glück beklagen, gut möglich aber, dass Knauer Glück inzwischen ganz anders definiert. Natürlich wäre er noch gerne mit dem VfR Garching in die Regionalliga zurückgekehrt, die großen Ziele aber haben sich verändert. Und sind weiter greifbar. Mit dem Ehrgeiz, mit dem er einst an seiner Spielerkarriere bastelte, arbeitet er nun auf eine Zukunft als Trainer hin. Den B-Schein hat er längst, er hat von Daniel Weber viel gelernt, auch deshalb ist er letzten Sommer von Buchbach nach Garching gewechselt. Derzeit absolviert er ein Praktikum bei der U23 der Bayern, schaut dort Heiko Vogel über die Schulter. Diese Chance bekommen zu haben, sagt er, das sei Glück.

Vor einigen Wochen war der sympathische Defensivspezialist noch in der Vorort-Redaktion zu Besuch:

Und schenkt ihm neue Träume: Irgendwann Trainer im Profibereich werden, „dann könnte ich nachholen, was ich als Spieler versäumt habe.“ Wie es funktionieren könnte, zeigt gerade der frühere Löwen-Kollege Julian Nagelsmann. Der musste mit 20 wegen eines kaputten Knies seine Spielerkarriere beenden. Heute ist er 28. Und Chefcoach in Hoffenheim. Kann ja sein, dass die Glücksgöttin Fortuna, die dem Spieler Knauer nicht hold war, Ähnliches mit dem Trainer Knauer vorhat. Das Glück hat viele Facetten.

Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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