SCF nach 180 Minuten schon ganz unten

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Nur 79 Minuten dauerte die Rückkehr von Jerome Faye (l.) nach Fürstenfeldbruck. Dann musste der jetzt in Augsburger Diensten stehende Ex-Stürmer des SCF nach einer Gelb-Roten Karte vom Platz.

SC Fürstenfeldbruck - Wie kann man nur so ein Spiel verlieren? Das war die meistgegestellte Frage der Brucker Anhänger unter den 120 Zuschauern nach der 1:2-Pleite des SC Fürstenfeldbruck zum Heimauftakt gegen Türkspor Augsburg.

Acht Großchancen hatte sich der SCF zum Teil schön erspielt. Unter anderem hatte Marian Knecht mit einem Kopfball nur die Latte getroffen, Fernando Ernesto hatte kurz vor Schluss aus kurzer Distanz den Torhüter angeschossen und Marco Ecker war frei vor dem leeren Tor aufgetaucht, war aber mit dem Fuß statt mit dem Kopf zum halbhohen Ball gegangen. Die Folge: Chance vertan. Und das ist gleichzeitig das Fazit für das gesamte Spiel.

Die Brucker haben die Chance vertan, sich vor dem spielfreien Wochenende vom Tabellenkeller abzusetzen. „Jetzt stehen wir erst mal unten drin“, konstatierte Coach Tarik Sarisakal. Für die Mannschaft sei das tragisch, weil sie sich für den geleisteten Aufwand nicht belohne. „Im Moment fühlt sich’s einfach unheimlich bitter an.“

Schon im ersten Durchgang stellten die Augsburger den Spielverlauf auf den Kopf. Zwar war der Aufsteiger der erwartet starke Gegner und war den Bruckern vor allem körperlich überlegen. Trotzdem erarbeiteten sich die Brucker nicht nur mehr, sondern auch die deutlich besseren Möglichkeiten – unter anderem die beschriebenen Szenen von Knecht und Ecker.

Doch statt eines möglichen 2:0 oder 3:0 stand es plötzlich 0:1. Augsburgs Yildirim Dönmez spielte in der 35. Minute seine Dusel-Karte aus, als er seinen Schuss irgendwie unter der Hand von SCF-Keeper Maximilian Knobling durchmogelte. Der konnte den Ball zwar noch abbremsen, dennoch kullerte das Leder über die Linie. Als dann auch noch ein Stellungsfehler in der Brucker Defensive mit dem Pausenpfiff das 0:2 brachte, war das Geschehen auf dem Platz endgültig konterkariert.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich die schwäbische Multikulti-Truppe zunächst darauf beschränken ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen. Für den Spielaufbau taten die dagegen Gäste nicht mehr viel. Erst gegen Ende musste Knobling noch dreimal sein ganzes Können aufbieten, um ein weiteres Gegentor zu verhindern.

Unter anderem parierte der hochgewachsene Keeper einen Handelfmeter. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Augsburger nur noch zu zehnt, nachdem der Ex-Brucker Jerome Faye in der 79. Minute die Ampelkarte gesehen hatte. Doch die Möglichkeiten der Gäste täuschten nicht darüber hinweg, dass auch der zweite Durchgang den Bruckern gehörte. Sarisakal bleibt nur die Hoffnung für die nächsten Spiele: „Wir haben uns die Chancen erarbeitet. Irgendwann geht der Ball auch rein.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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