Nach Remis - Strobl kämpferisch

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Tobias Strobl und die Pipinsrieder gaben einen Zwei-Tore-Vorsprung noch aus der Hand.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried gibt sich nach 2:2 gegen den TSV 1860 Rosenheim noch nicht geschlagen: „Wir wollen es wissen“, gibt sich Trainer Tobias Strobl kämpferisch. Konrad Höß ist skeptisch, mietet aber für das heutige Rückspiel in der Inn- Metropole einen Fanbus (Abfahrt in Pipinsried: 14:30, Anpfiff in Rosenheim: 18.30 Uhr).

Wer nach einer Stunde mit 2:0 führt, empfindet ein 2:2 nach 94 Minuten als Niederlage. Genau so erging es den Kickern des FC Pipinsried nach dem Regionalliga- Relegationshinspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim am Dienstag Abend. Die Gesichter der meisten Spieler waren leer, auch wenn ihr Coach Tobias Strobl ihnen sofort nach dem Abpfiff Mut zusprach. Ob sein Optimismus hilft? Gestern legte er während einer Übungs- und Analyseeinheit nach. Mit audiovisueller Unterstützung.

Erstmals in seiner Geschichte hatte der Verein einen Videospezialisten engagiert, der von einer Plattform aus das Geschehen beobachtete. Doch ausgerechnet beim Ausgleich in der Nachspielzeit versagte das Gerät. Strobls kurzer Kommentar: „Schade!“ Aber auch so war ein Unterschied zwischen dem Bayernliga- und Regionalliga- Team sichtbar: Die Akteure vom Innufer waren ihren Kollegen von der Ilmquelle vor allem in Sachen Handlungsschnelligkeit, Entschlossenheit und Kraft überlegen.

Nicht allen Pipinsriedern, aber einigen. „Fünf bis sechs“, hat FCP-Boss Konrad Höß ausgemacht. Er nannte auch Namen: Junis Ibrahim, Philipp Grahammer, Martin Finkenzeller, selbst Dominik Schön, obwohl der das erste Tor selbst geschossen und das zweite blitzsauber vorbereitet hatte. Strobl sieht die Sache im Prinzip ähnlich, spricht öffentlich aber keine Namen aus. Natürlich nicht. Kaum ein Coach hat den Teamgedanken so verinnerlicht wie der 26-jährige Ex-Profi.

Obwohl er in seiner Spielerkarriere sicherlich auch schon anderes erlebt hat. Natürlich ärgerte Strobl sich auch: „Nach dem 2:0 hatten wir die Rosenheimer eigentlich schon am Boden. Ich hatte in einige Gesichter geschaut und hab gesehen, die sind fertig.“ Psychologisch wenig überraschend, wenn eine Regionalliga- Truppe aus einer 62 000-Einwohner-Stadt in ein 500-Seelen-Dorf zu einer Bayernliga-Mannschaft kommt, die so viel (oder so wenig) Trainingsaufwand betreibt wie ein x-beliebiger Kreisklassist.

Der Rosenheimer Trainer Thomas Siegmund hatte daher seinen Schützlingen „Geduld“ gepredigt. Schon im Vorfeld des Hinspiels, auch noch in der Pause. Sie zahlte sich aus. Strobl wiederum hatte beim gestrigen Training das Ziel: „Leidenschaft und Mut“ in die Köpfe seiner Truppe zu bringen: „Obwohl bei uns nicht jeder seinen besten Tag hatte, hat es für uns zu einem Remis gereicht. Wenn in Rosenheim alle 120 Prozent bringen, dann haben wir eine gute Chance, zu gewinnen.“ Er ergänzt: „Uns reicht schließlich ein 1:0.“. Heute wird vermutlich Arthur Kubica zu einem Joker- Einsatz kommen.

Am Dienstag gab der Coach seinem Goalgetter Michael Holzhammer den Vorzug. Unglücklicherweise verlor der Friedberger das entscheidende Kopfballduell in der vierten Minute der Nachspielzeit gegen den Ex-Brucker Vincenzo Potenza. „Dafür schießt der Holzi in Rosenheim das 1:0“, flachste Strobl. Übrigens stehen die Chancen für beide Teams nicht schlecht, sich ohne eine zweite Relegationsrunde für die Regionalligasaison 2014/15 zu qualifizieren. Denn am Mittwoch Abend unterlag der FC Bayern München II bei der Fortuna aus Köln im ersten Match um den Drittliga- Aufstieg nur mit 0:1. Sollten sich die kleinen Bayern im Rückspiel am Sonntag durchsetzen, rutschen die Sieger der Duelle Rosenheim gegen Pipinsried und Schweinfurt gegen Aubstadt direkt in die Regionalliga.

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Quelle: fussball-vorort.de

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