SpVgg Unterhaching steht vor Grabenkampf

Nach Rücktritt: Oberleitner schießt gegen Schwabl

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Markus Oberleitner(l.) ist als Jugendkoordinator der SpVgg Unterhaching zurückgetreten. Er wirft Präsident Manfred Schwabl fehlende Transparenz vor.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching steht nach den Rücktritten der beiden Nachwuchs-Koordinatoren Markus Oberleitner und Mike Frühbeis vor einem möglichen Grabenkampf.

Unterhaching – Zwischen dem zurückgetretenen Oberleitner (wir berichteten) auf der einen und SpVgg-Präsident Manfred Schwabl auf der anderen Seite hat es am vergangenen Samstag ein Gespräch gegeben. Der Hachinger Kleinfeld-Koordinator Oberleitner hatte gegenüber Schwabl noch einmal seine Beweggründe für seinen sofortigen Rücktritt geäußert. Mit dem im Hachinger Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) für die Großfeldmannschaften sowie für das Scouting verantwortlichen Frühbeis, der ebenso wie Oberleitner seinen Rücktritt erklärt hatte, steht laut Schwabl ein Gespräch noch aus.

Oberleitner unterstrich noch einmal seine in den vergangenen Tagen geäußerte Kritik an der Führungsebene. „Mir fehlt die Transparenz“, befand der ehemalige Bundesliga-Spieler der Rot-Blauen. Der 42-Jährige bezieht sich mit seiner Kritik unter anderem auf weitreichende Personalentscheidungen bei verschiedenen Mitarbeitern wie zum Beispiel dem vor rund einem halben Jahr zurückgetretenen Ex-Schatzmeister Robert Perchtold. Und auf offene Fragen bezüglich eines möglichen Einstieges eines Medien-Investors in naher Zukunft samt Ausgliederungsszenarien der Regionalliga-Mannschaft.

Im Januar droht eine Kampfabstimmung

Der ehemalige Profi, der auch beim FC Bayern spielte, wollte in der Vergangenheit Schwabl schon mehrmals seine Bedenken darlegen, sei aber immer wieder abgeblitzt. „So ein Gespräch wie das, was wir geführt haben, habe ich mir schon länger gewünscht und vorgeschlagen. Aber für so etwas wurde aus irgendeinem Grund nie die Zeit gefunden“, sagte Oberleitner. Schwabl wollte sich zu den Äußerungen Oberleitners „derweil nicht äußern“. „Ich beobachte die Strömungen und werde mich zu gegebener Zeit äußern. Meine volle Konzentration gilt dem DFB-Pokalspiel gegen Leverkusen“, sagte Schwabl.

In dem Gespräch sind laut Schwabl verschiedene Meinungen ausgetauscht worden. Ob darunter das vor kurzer Zeit vorgeschlagene Angebot Schwabls, unter gewissen Voraussetzungen in einer anderen Funktion bei der SpVgg weiterzuarbeiten, dabei war, ist nicht überliefert. Eine gemeinsame Zukunft mit Schwabl und Oberleitner dürfte angesichts der auseinandergehenden Meinungen unwahrscheinlich sein. Was sich bei den Mitte Januar anstehenden Vorstandswahlen eher abzeichnet, ist eine Kampfabstimmung. So zumindest lassen sich Oberleitners Worte deuten. „Ich sehe in einem Wechsel das Beste für den Verein. Ein Wechsel ist unumgänglich. Eine neue Lösung ist das Sinnvollste“, sagt Oberleitner. Wer für das Präsidentenamt als Kandidat neben Amtsinhaber Schwabl zur Verfügung steht, ist aktuell nicht bekannt. Es soll sich um eine Person außerhalb des Vereinsumfeldes handeln.

Oberleitner bekräftigt unabhängig von der offenen Kandidaten-Frage seine Einsatzbereitschaft in einer neuen Führungsmannschaft. „In einem neuen Kompetenzteam bin ich bereit“, sagt der heute im Immobilienbereich tätige Oberleitner. Einen Grabenkampf, auf den es nach den Ereignissen in den vergangenen Tagen hinauslaufen könnte, will Oberleitner vermeiden: „Eine Kampfabstimmung wäre nicht gut für den Verein.“

Quelle: fussball-vorort.de

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