Nach Attacke der SCF-Schatzmeisterin droht der „Vizepräsident in Ruhestand“ mit Unterlassungsklagen

Das nächste Donnerwetter beim Krisenclub SCF

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Es braut sich was zusammen über dem Eingangsportal zur Landesliga-Arena des Vereins, der nie aus den Schlagzeilen kommt.

SC Fürstenfeldbruck - Die Ruhe war trügerisch. Monatelang schien es so, als würde das neue Präsidium des von Finanzkrisen gebeutelten SC Fürstenfeldbruck in aller Ruhe an einer Konsolidierung arbeiten. Doch nun kracht es wieder gewaltig.

Vizepräsident Andras Conrad droht mittlerweile seinen Vorstandskollegen mit Unterlassungsklagen, sollten weiterhin „derartige Lügen und Verleumdungen über mich verbreitet werden“. Der erst im Mai gewählte Vize und weitere Vorstandsmitglieder lassen wie berichtet seit einer Woche ihre Ämter „vorläufig ruhen“. Gleichzeitig erhob Conrad schwere Vorwürfe an die Adresse des ebenfalls neu gewählten Präsidenten Jakob Ettner. Die wiederum wurden von Schatzmeisterin Monika Brand gekontert. Sie warf Conrad gegenüber dem Tagblatt vor, keine Gesprächstermine wahrzunehmen und sich auch nicht wie vereinbart um Sponsoren zu kümmern. Nun schlägt der „Vize in Ruhestand“ zurück.

Er warte, so schreibt Conrad vor seiner Abreise in den Urlaub in einem Brief an das Tagblatt, seit zwei Monaten auf ein klärendes Gespräch mit Ettner. Zahlreiche Aufforderungen per SMS oder mündlich seien unbeantwortet geblieben. Auch Brands Behauptung, er habe mit den Landesliga-Fußballern Punkteprämien vereinbart, „ist gelogen“. Ferner sei die Bezahlung von Ablösesummen für neue Landesliga-Spieler ohne sein Wissen geschehen. Und schon gar nicht will Conrad auf sich sitzen lassen, dass er sich nicht um die Akquirierung neuer Sponsoren gekümmert habe. Dem Tagblatt liegt eine Liste vor, wonach er seit 2014 17 neue Geldgeber gefunden habe. Darunter auch die Facility-Firma von Ettners Vorgänger, Eckart Lutzeier, in dessen Trikots die Elf ab September den Rasen betreten wird. Brand hatte gegenüber dem Tagblatt gesagt, Conrad „ist immer nur da, wenn es dem Verein besser geht“. Dessen Antwort: „Wenn es so wäre, wäre ich nie da. Denn dem Verein geht es dauerhaft schlecht.“

Vor dem Heimspiel der sich bereits wieder in der Abstiegszone befindlichen Landesliga- Elf am morgigen Samstag (um 14 Uhr gegen Nördlingen) scheint sich aber abzuzeichnen, dass der Zwist – vorläufig zumindest – die sportlichen Belange nicht beeinträchtigt. Denn sowohl Conrad als auch Ettner haben sich in den Urlaub verabschiedet. Nur Monika Brand hält in ihrer Funktion als Vereinswirtin mit ihrem als Abteilungsleiter fungierenden Bruder Alfred Thurner die Stellung. Doch vor seiner Abreise schickte Conrad noch einen Warnschuss nach: „Es wundert mich nicht, dass Frau Brand den Herren Präsidenten schön redet, genießt sie doch bei ihm Narrenfreiheit als Schatzmeisterin und Wirtin.“ Die Antwort der ohnehin nicht auf den Mund gefallenen „Moni“ wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Quelle: fussball-vorort.de

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