Und das war der nächste Streich

Nur eines der vergangenen sechs Spielen hat der BCF Wolfratshausen verloren. Am Sonntag feierte das Team um Christopher Korkor (Mi.) einen 1:0-Sieg in letzter Minute beim TSV Schwabmünchen. foto: hans lippert

Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen ist momentan nicht zu stoppen: Beim TSV Schwabmünchen gelang dem Farcheter Gute-Laune-Kollektiv ein 1:0-Sieg in allerletzter Sekunde.

Schwabmünchen/Wolfratshausen - Platz sieben in der Tabelle, und dann noch das föhnige Wetter. Da kann man sich schon mal zu einem Spruch hinreißen lassen. Oder war es schlicht die Euphorie, die BCF-Trainer Reiner Leitl eine halbe Stunde nach Spielende immer noch antrieb? Immerhin hatte sein Team mit dem 1:0 die Position in der oberen Tabellenhälfte der Bayernliga Süd gefestigt. Jetzt noch die restlichen Spiele vor dem Winter gut absolvieren, dann „können wir vielleicht in der Rückrunde noch nach oben schielen“, scherzte Leitl, betonte aber sogleich ernsthaft: „Das ist eigentlich nicht unser Ziel.“

Aber dennoch: Die Wolfratshauser punkten unerlässlich, haben nur eines der vergangenen sechs Spiele verloren. Und die Aussichten sind nicht schlecht, sollte sich der permanent dezimierte Kader noch komplettieren: Marco Höferth, Tobi Schattschneider und Patrick Motzkau trainieren bereits wieder mit der Mannschaft, Mitch Rödl kehrt aus dem Urlaub zurück und Michael Rauch steht bald wieder zur Verfügung.

Der jüngste Streich gelang den Farcheter Buben am Sonntag in Schwabmünchen. Eigentlich ereignete sich über 90 Minuten so gut wie nichts. Das lag zum einen an einem Rasen, der von den Launen des Herbsts mehrfach heimgesucht worden war. „Mit Kunstrasen würde das anders ausschauen“, schickte Reiner Leitl einen Seitenhieb an die Kritiker des Farcheter Ausweichplatzes. Zum anderen merkte man dem TSV die Unbilden der letzten Wochen unweigerlich an. „Nicht mit Selbstvertrauen gesegnet“, resümierte Farchets Coach. Doch auch die Flößerstädter übten sich offensiv vornehm in Zurückhaltung: „Schwabmünchen konnte nicht, wir wollten scheinbar nicht.“ Über die Anzahl der Strafraumszenen wusste der Trainer genau Bescheid: „Es gab keine.“ Naja, zwei Ausnahmen muss man zulassen. Ein Freistoß der Gastgeber, fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nahe der Sechzehner-Markierung war nicht ungefährlich. Mehr aber ließ das Abwehrbollwerk des Ballclubs nicht zu.

Und selbst? Da dauerte es bis in die allerletzten Züge der Begegnung, ehe das grüne Blut in Wallung kam: Mit der allerletzten Aktion schnappte sich der BCF drei weitere Punkte, denn Yusuf Catal brachte ein Zuspiel von Aris Akgün in der langen Torecke unter. Leitl war der jugendliche Übermut seines Torschützen einerlei. „Vor dem Tor ist er eiskalt“, adelte der Trainer seinen Einwechselspieler, der erst in der Schlussviertelstunde in die Partie gekommen war. Über die Rechtmäßigkeit des Wolfratshauser Sieges ließ der Coach am Ende keinen Zweifel: „Wir waren von beiden Mannschaften die bessere.“ Muss ja auch so sein, wenn man demnächst oben mitspielen möchte. (or)

Quelle: fussball-vorort.de

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