Heimstetten mit 1:1-Unentschieden in Bogen

Nappos Freistoß sorgt für Remis

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Sebastian Nappo verwandelte in Bogen einen Freistoß zum 1:1-Unentschieden.

SV Heimstetten – Die Heimfahrt ist dann doch noch recht vergnüglich geworden für die Fußballer des SV Heimstetten – was zuvorderst an ihrem Trainer lag.

Denn anlässlich seines vorerst letzten Auftritts an der Seitenlinie des Bayernligisten hatte Heiko Baumgärtner eine zünftige Brotzeit für den Bus spendiert. Zu Schnitzel und Leberkäse gab’s für die Kicker isotonische Getränke aus Hopfen und Malz – mit dem Segen des Managers. „Wenn du verlierst, dann passt das mit dem Bier eher nicht“, erklärte Michael Matejka. „So aber konnten wir Heiko mit einer Halben verabschieden.“

Allzu euphorisch dürfte es im Bus dennoch nicht zugegangen sein. Denn beim TSV Bogen hatte der SVH zwar nicht verloren, war aber auch über ein 1:1-Remis nicht hinausgekommen. Und das, obwohl sich Heiko Baumgärtner eigentlich mit drei Punkten hatte verabschieden wollen, bevor er tags darauf in aller Frühe in den Flieger nach Amerika stieg, wo er des Berufs wegen die nächsten zwei Monate verbringen wird.

„Manchmal muss man auswärts auch mit einem Unentschieden zufrieden sein“, bilanzierte Matejka, der das Ergebnis als „absolut gerecht“ bewertete. Zwar habe der SVH mehr vom Spiel gehabt, Bogen dafür jedoch die besseren Chancen. Durch das 1:1 bleiben die zuletzt arg gebeutelte Heimstettner im zweiten Spiel in Folge unbezwungen – einerseits. Andererseits beträgt der Rückstand des Regionalliga-Absteigers auf den zweiten Tabellenrang nun schon sechs Punkte – genauso viele wie der Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Dabei begannen die Gäste in Bogen schwungvoll und verzeichneten gleich mal zwei gefährliche Vorstöße von Memis Ünver. Doch je länger der erste Durchgang andauerte, desto mehr verlor der SVH an Fahrt – „zu pomadig“, wie Matejka bemängelte. Auf der anderen Seite hatte der TSV in der ersten Hälfte zwei dicke Möglichkeiten. Kurz vor der Pause klatschte die Kugel an den Innenpfosten und sprang wieder heraus. Zu diesem Zeitpunkt stand es freilich schon 0:1, weil Thomas Köglmeier in der 33. Minute die erste Großchance besser genutzt hatte. Nach einer zu kurzen Faustabwehr von Markus Aigner zirkelte er das Leder über den Torwart hinweg ins Netz. „Ich will Markus da nicht die Schuld geben“, verteidigte der Manager seinen Keeper. „Die Abstimmung in der gesamten Hintermannschaft war nicht optimal.“

Nach dem Wechsel kam Heimstetten besser ins Spiel – und dennoch brauchte es zum Ausgleich eine Standardsituation. Der Meister des ruhenden Balls heißt in Heimstetten Sebastiano Nappo, wenngleich er diesmal bei seinem Freistoß von der freundlichen Unterstützung des Torhüters profitierte. „Nicht unhaltbar“ sei der Schuss gewesen, fand Matejka. Allerdings habe der TSV-Keeper wenige Minuten später umso stärker reagiert, als Manuel Duhnke alleine auf ihn zusteuerte. „Das war eine Glanzparade“, lobt der SVH-Manager, der das Hauptmanko an diesem Abend jedoch bei seiner Elf sah: „Wir haben es einfach zu selten geschafft, uns gute Chancen rauszuspielen. Meistens war am Sechzehner Schluss.“

Quelle: fussball-vorort.de

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