Neben Geld fehlt es beim SCF bald auch an Spielern

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SCF-Coach Tarik Sarisakal.

SC Fürstenfeldbruck - Wieder mal ein personeller Umbruch droht dem SC Fürstenfeldbruck zur neuen Saison. Der Verein hat laut Vizepräsident Andreas Conrad zwar nahezu allen Spielern ein Angebot unterbreitet. Doch die Gerüchteküche brodelt.

So soll Uli Fries wieder zum FC Ismaning zurückkehren. „Mit uns hat er noch nicht gesprochen“, sagt Conrad dazu. Youngster Nickoy Ricter wird voraussichtlich ein Probetraining beim FC Augsburg bestreiten. Ob es zu einer Verpflichtung kommt, ist auch noch unklar. Ebenso rankten sich um die Routiniers Julian Maurer und Christian Rodenwald seit Wochen Abwanderungsgerüchte. Sicher ist bislang aber nur der Abgang von Ugur Alkan, der bei der U19 im Glonntal ins Trainergeschäft einsteigt.

Die Verhandlungen mit den Spielern werden dadurch erschwert, dass noch unklar ist, inwieweit der bisherige Hauptsponsor sein Engagement fortsetzt. Klar ist nur: Das Elektromarkt-Unternehmen, in dem Ex-Präsident Sigi Müller ein Geschäftsführer ist, bleibt an Bord. „Aber in welchem Umfang, wissen wir noch nicht“, so Conrad. Dass noch einmal die Namensrechte am Stadion an der Klosterstraße an das Unternehmen verkauft werden können, erscheint mehr als fraglich. „Deshalb können wir derzeit nur unter Minimalvoraussetzungen planen.“ Erst im Juni seien weitere Gespräche mit dem Sponsor geplant. Zuvor soll bei der Hauptversammlung noch die aktuelle Bilanz auf den Tisch kommen. Dass die wieder rote Zahlen aufweist, ist unumstritten.

Unterdessen hat Trainer Tarik Sarisakal den sportlichen Pflichtauftritt am Samstag, 15 Uhr, in Gersthofen zum Charaktertest ausgerufen. Die Brucker sind beim Tabellenletzten in der klaren Favoritenrolle. Doch der Coach warnt: „Das ist ein Spiel, in dem wir unheimlich viel verlieren können.“ Wie es endet, wenn mit mangelndem Engagement zur Sache gegangen wird, haben die Brucker jüngst schmerzlich in Nördlingen erfahren müssen. Beim Erfolg gegen Aindling gelang zwar prompt die Kehrtwende. Sarisakal sagt aber: „Dieser Sieg ist nicht viel wert, wenn wir jetzt nichts mitnehmen.“ Auf der anderen Seite trennt Gersthofen nur sechs Zähler von den Relegationsrängen. Den Klassenerhalt dürften die Schwaben deshalb wohl noch nicht gänzlich abgeschrieben haben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Sarisakal die personelle Situation in seinem Kader. Zwar ist Tobias Betz von seinem USA-Aufenthalt zurück („Damit stehen mir wenigstens wieder 13 oder 14 Feldspieler zur Verfügung“). Doch einige Spieler werden angeschlagen im Kader stehen. Um wen es sich dabei handelt, will Sarisakal nicht sagen, um die betreffenden Akteure vor gezielten Attacken der Gegner zu schützen.

Quelle: fussball-vorort.de

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