Neuer Chef beim SpVgg Eichenkofen 

Mehr als nur „a Eckerl vo Arding“

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Der SpVgg-Vorstand (vorne, v. l.) Hans-Jörg Ostermaier , Michael Perzl, Karoline Hupfer, Hermann Nunberger, OB Max Gotz, Manfred Röslmair; (mittlere Reihe, v. l.) Thomas Ippisch, Martin Strobl, Albert Ippisch, Markus Lex, Jonas Ippisch; (hinten, v. l.) BLSV-Kreisvorsitzender Martin Weber, Matthias Lex und Josef Perzl. 

Josef Perzl kümmert sich um die Mitgliederverwaltung der SpVgg Eichenkofen und erstellt jedes Jahr eine Rangliste der Familiennamen. 

Eichenkofen– „Lex“ steht auf Platz eins. 17 der insgesamt 343 SpVgg-Mitglieder tragen diesen Namen. Dahinter folgt der Ippisch-Clan (13). Kein Wunder, dass diese Namen dann auch vermehrt bei den einzelnen Ehrenämtern auftauchen, die in der Jahreshauptversammlung am Samstag (wir berichteten)neu vergebenwurden. Im restlos gefüllten Gasthaus Brunold wählten die Mitglieder einstimmig ihre neue Vereinsspitze. Und dabei endete auch eine Ära.

27 Jahre war Gerhard Ippisch abwechselnd 1. oder 2. Vorsitzender. Jetzt zieht er sich zurück, „weil wir genügend jüngere Leute mit guten und neuen Ideen haben“, sagte er.

Sein Nachfolger ist ihm bestens bekannt: Erstens, weil er zuvor sein Stellvertreter war. Zweitens, weil es sein Bruder ist. Albert Ippisch, 53 Jahre alt und noch immer aktiver Fußballer in der 2. Herrenmannschaft, ist nun der Chef. Unterstützt wird er vom neuen Stellvertreter Michael Perzl.

Albert Ippisch machte sofort deutlich, was ihm wichtig ist. Er unterstütze Jugendleiter Rainer Fischer, der in der SpVgg Eichenkofen eigene Jugendmannschaften aufbauen will (wir berichteten).„Eine eigene A-Jugend hatten wir zuletzt im Jahr 1983“, erinnert er sich. Für ihn sei die SpVgg mehr als nur eine Möglichkeit, Sport zu treiben. „Der Verein ist das Aushängeschild des Dorfes, und das soll er auch bleiben.“ Ohne die SpVgg und die Eichenlaub-Schüzen würde der Ort seine Besonderheit verlieren. „Und was wären wir dann? Bloß no a Eckerl vo Arding.“

Erdings OB Max Gotz unterstützt dies. „Erding hat über 400 Vereine, die ihren Charakter beibehalten sollen. Wenn wir irgendetwas nicht wollen, dann ist es ein gesellschaftlicher Gesamtbrei.“

Das hörte der neue Vereinschef gern, denn er hat auch Wünsche an die Kommune. Eine gesteuerte Bewässerungsanlage zum Beispiel – und einen Socca-Five-Platz. Als ihn an einige ältere Mitglieder fragend ansahen, erklärte Albert Ippisch: „Das ist ein Käfig, in dem die Fußballer so lange eingesperrt werden, bis sie das Tor treffen.“

Theoretisch könnte sich die SpVgg diese Anlage sogar selber leisten, denn der Verein hat wieder gut gewirtschaftet, wie Kassier Hermann Nunberger vorrechnete. Ein Plus von rund 6600 Euro seien am Ende des Jahres 2018 übrig geblieben, weshalb das Vermögen inzwischen bei 31 200 Euro liege. Das sei aber auch gut so, weil zum Beispiel der Rasenmäher in die Jahre gekommen ist, wie Perzl informierte. Schließlich wolle man Jakob Deischl nicht auch noch ständig irgendwelche Reparaturen zumuten. Der Mann hat – das war dem Applaus zu entnehmen – die Sportanlage genauso gut in Schuss wie Nunberger die Vereinskasse. Letzteres wurde von Revisorin Claudia Beil bestätigt. Ersteres kann jeder selbst sehen, der sich die Anlage schon mal angeschaut hat.

Der Vorstand:

Vorsitzender: Albert Ippisch; Stellvertreter: Michael Perzl und Hermann Nunberger (zugleich Kassier); Schriftführerin: Karoline Hupfer;Jugendleiter: Rainer Fischer; Breitensportbeauftragter:Manfred Röslmair, Technischer Leiter:Markus Lex;Verwaltungsbeauftragter:Josef Perzl; Beiräte: Hans-Jörg Ostermaier, Thomas Ippisch, Martin Strobl, Jonas Ippisch und Matthias Lex – Revisoren: Albert Lex, Claudia Beil,Stefan Ostermaier – Landschaftsgärtner: Jakob Deischl, Sepp Perzl – Kiosk:Verena, Lisa und Sophia Ippisch. – Stockschützen: Rainer Fischer.

Quelle: Merkur.de

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