Fußball

Neues Motto: „Mia san Forstern“

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Seit 50 Jahren bei Forsterns Fußballern: Klaus Stanner (l.) wurde in der Abteilungsversammlung mit einem Geschenkkorb geehrt. Abteilungsleiter Marc Lindenblatt gratulierte.  

Die erfolgreiche Fußballabteilung startet auch online durch und hat den Vereinsheim-Neubau im Visier.

Forstern – Finanziell äußerst erfolgreich, sportlich eher durchwachsen: So schaut’s bei den Forsterner Fußballern aus. Ihre Jahreshauptversammlung fand im Sportheim statt – unter Einhaltung der Corona-Auflagen.

Abteilungsleiter Marc Lindenblatt berichtete über die gestiegenen Mitgliederzahlen (jetzt 576, darunter 114 Frauen) und teilte mit, dass Tobias Keserü die Aufgaben als Jugendleiter Kleinfeld von Thomas Rauer übernommen hat. Er hatte aus beruflichen Gründen aufgehört.

Seit März bestimmt die Corona-Lage das Geschehen beim FC Forstern. Am Sportplatz wurden Fluchtwege angelegt. Bauzäune sorgen für die korrekte Trennung von Zuschauern und Spielerbereich und müssen stets geschlossen bleiben. Die Registrierung der Besuchern von offiziellen Spielen erfolgt per QR-Code.

Lindenblatt bedankte sich bei Andy Oellerer für dessen Engagement beim Erstellen des Hygienekonzepts und bei der raschen Umsetzung der Maßnahmen, bei Alexander Fox für die gespendeten Spielerbänke und bei Max Reiser und Sepp Mößler für die Arbeiten am Sportplatz und am neuen Gebäude am Kunstrasenplatz. Auch Lorenz Nagler wurde für seinen Einsatz gelobt. Alexander Fox hat mit einigen Unterstützern den Media-Bereich eingerichtet, denn der FCF ist in den Social-Media-Kanälen sehr aktiv. FC Forstern TV hat im Schnitt 533 Viewer pro Spiel und 127 Follower.

Ein sportliches und finanzielles Highlight war das Spiel der Frauen im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten SC Freiburg, das viele Zuschauer anlockte. Der FC Forstern ist in den kommenden Wochen sonntags auf Sport 1 in der Sendung Doppelpass für das Online-Vergleichsportal Check24 als Werbeträger im Einsatz. Lindenblatt ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt und ruft deshalb „Mia san Forstern“ als Motto aus.

Schwarze Zahlen für das Jahr 2019 präsentierte Kassier Peter Keilhacker, der rund 128 000 Euro als Einnahmen verbuchen konnte. Er verwies auf die großen Einnahmen aus den DFB-Pokalspielen der Frauen. Die Ausgaben summierten sich auf gut 104 000 Euro. Die größten Posten waren Anschaffungen (14 000), Spielbetrieb (12 200), Personalkosten (25 900), Veranstaltungen (17 000), Abgaben an den BFV (3330) und DFB (10 000). Unterm Strich blieb ein Plus von knapp 24 000 Euro.

Satte Überschüsse werden auch in den kommenden Jahren notwendig sein, denn das Vereinsheim ist an seine Grenzen gestoßen. Vorsitzender Björn Michael stellte einige Baualternativen vor und verwies auf voraussichtliche Förderungen des BLSV und regionale Zuschüsse sowie Eigenleistungen (10 Prozent) und Arbeitsstunden (14 000).

Es haben bereits Vorgespräche stattgefunden, weitere seien vereinbart. Architekt Michael Jaksch arbeitet derzeit an einer kostengünstigeren Alternative und will noch im Oktober eine Kostenschätzung vorlegen. Die dann folgende Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins verspricht Neuigkeiten.

Sportlicher Leiter Roland Gfüllner ging auf den Spielbetrieb der Herren ein und nannte als Saisonziel beider Mannschaften den Klassenerhalt. Neuer Trainer der zweiten Mannschaft ist Reinhard Schulz. Er soll helfen, dass sich die Spieler weiterentwickeln und die Jugendspieler im Herrenbereich integrieren.

Über die Fußballfrauen berichtete Wolfgang Häusler. Sorgenkind sei derzeit die erste Mannschaft. Aufgrund vieler verletzter Spielerinnen ist der Kader arg geschrumpft, und Trainer Thilo Herberholz geht ins Ausland (wir berichteten). Die zweite Mannschaft ist dagegen Spitzenreiter in der Bezirksoberliga und hat mit den beiden Trainern Stefan Baumgartner und Wolfgang Häusler die Landesliga im Auge. Ziel des neuen dritten Frauenteams, das als Spielgemeinschaft mit dem SV Hohenlinden antritt, ist der Aufstieg in die Kreisliga.

Quelle: Merkur.de

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