Spannendes 1:1-Remis reicht dem TSV Neuried

Neurieder Futsaler sichern sich gegen 1860 München den Klassenerhalt

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Total stolz auf seine Mannschaft: Trainer Mathieu Jerzewski schaffte mit den Neurieder Futsalern auf den letzten Drücker den Regionalligaverbleib. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits.

Kaum ist der Klassenerhalt geschafft, richtet Mathieu Jerzewski den Blick schon wieder nach vorne. „Die Planungen für die nächste Saison haben am Sonntag begonnen“, berichtet der Trainer des Futsal-Regionalligisten TSV Neuried.

Am Vorabend war jedoch erstmal Feiern angesagt. Denn Jerzewskis Team hatte in einem Herzschlagfinale mit einem 1:1 gegen den TSV 1860 München den Ligaverbleib gesichert. Mitaufsteiger Croatia Stuttgart hatte am Ende zwar genauso viele Punkte (17) auf dem Konto, allerdings die um zwölf Treffer schlechtere Tordifferenz.

„Wir sind sehr glücklich und stolz, was wir erreicht haben. Es wird mit Sicherheit noch einige Zeit dauern, bis alle realisiert haben, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben“, schwärmte der TSV-Coach. „Aufwand, Einsatz und Leistungsbereitschaft: Ich ziehe vor meinen Spielern den Hut, dass sie die ganze Saison über Privates sowie Berufliches mit dem Futsal vereint haben. Es war ein enormer Kraftakt, der mit dem Klassenerhalt belohnt wurde.“

Mit dem 1:1 landeten die Neurieder eine echte Punktlandung. Zuvor war klar gewesen: Ein Unentschieden würde nur dann reichen, wenn Konkurrent Croatia Stuttgart beim ungeschlagenen Tabellenführer TSV Weilimdorf verlieren würde. Die Neurieder wollten aber während des Spiels nichts von den anderen Ergebnissen wissen, wie Jerzewski versichert hatte.

Die Gäste zeigten, obwohl bereits abgestiegen, eine engagierte Leistung, scheiterten aber in der ersten Halbzeit am Aluminium und in Durchgang zwei immer wieder am stark parierenden TSV-Keeper Michele Pavan. Auch ein vermeintlicher Treffer wurde den Löwen wegen Foulspiels aberkannt. Die Kicker von der Parkstraße vergaben ebenfalls einige gute Möglichkeiten, die beste per Doppel-Chance in der Schlussminute. Nach spannenden 40 Minuten, in denen Erik Martori nach Vorarbeit von Pavlo Stohniienko (35.) den Rückstand aus der 11. Minute ausgeglichen hatte, war es aber noch zu früh zum Jubeln.

Die Neurieder begaben sich nach dem traditionellen Abklatschen mit Gegner und Schiedsrichter geschlossen zur Bank und überprüften auf dem Handy das Ergebnis aus Weilimdorf. Der Spitzenreiter hatte sich keine Blöße gegeben und Croatia mit 9:0 besiegt. Die Folge war ausgiebiger Jubel. Der Erfolgstrainer erhielt eine Sektdusche, die Mannschaft zog weiter ins Vereinsheim und feierte abends in der Münchner Innenstadt. Als einziger von drei Aufsteigern dürfen die grün-weißen Futsaler auch im nächsten Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse antreten.

Nach ordentlichem Saisonstart musste Jerzewskis Team, von Personalproblemen gebeutelt, eine längere Schwächephase überstehen, war aber im Saisonendspurt auf den Punkt da. Der Coach zog ein positives Fazit: „Alles in allem war es ein aufregendes und spannendes Jahr für alle Beteiligten. Wir sind als Underdogs ins Abenteuer Regionalliga gestartet, und der Ausgang ist Geschichte.“ In der nächsten Saison möchten Trainer und Team die Erfolgsgeschichte weiterschreiben, voraussichtlich mit einem größeren Trainerstab und einem breiteren Kader. Jerzewski freut sich bereits auf „ein weiteres Abenteuer in der Regionalliga“.

TSV Neuried – TSV 1860 München 1:1 (0:1)
TSV Neuried: Dos Santos, Pavan; Hausmann (C), Engel, Stohniienko, Stantiago, Martori, Briones-Montoya, Vlahovic Tore: 0:1 Ivanek (11.), 1:1 Martori (35.)

Quelle: Merkur.de

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