Der Pullacher Stürmer im Vorort-Interview

Ngu'Ewodo: "War kein einfacher Charakter"

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Chaka Ngu'Ewodo (Mitte) hat momentan viele Gründe zum Jubeln.

SV Pullach - Nach einem schwierigen halben Jahr in der Vereinslosigkeit, kam Chaka Ngu'Ewodo Ende der Sommertransferperiode zum SV Pullach. Dort scheint sich der 20-Jährige richtig wohl zu fühlen: bereits sieben Mal hat er getroffen. Wir haben mit ihm gesprochen.

Chaka Ngu'Ewodo vom SV Pullach gehörte bis Juli 2014 der Nachwuchsabteilung des TSV 1860 München an. Dann entschied er sich, sein Glück im Herrenbereich beim TSV Schwabmünchen zu versuchen. Doch nach nur einem halben Jahr wurde dort sein Vertrag aufgelöst. Nach sechs Monaten in der Vereinslosigkeit wechselte er Ende August nach Pullach. Dort läuft es nun richtig gut für ihn: sieben Treffer hat er bereits auf dem Konto.

Chaka, wie kam es Anfang des Jahres zu deiner Vertragsauflösung bei Schwabmünchen?

Ich habe mich damals im Spiel gegen Pullach verletzt. Weil meine Leistung an dem Tag auch nicht so gut war, kam es zu Unstimmigkeiten zwischen mir und dem Verein, was die Ansprüche an mich anging. Wir haben uns aber trotzdem im Guten darauf geeinigt, den Vertrag aufzulösen.

Wie schwer war die vereinslose Zeit für dich?

Mir ist der Wettkampf abgegangen. Noch mehr habe ich es vermisst, zu kämpfen, zu gewinnen und einfach Teil einer Einheit zu sein. Deshalb habe ich dann auch in Pullach ein wenig gebraucht, um wieder reinzukommen, obwohl ich mich bei den Löwen-Amateuren fit gehalten habe.

Wie kam der Kontakt zum SV Pullach zustande?

Schon zu Beginn der Transferperiode im Sommer wollten mich einige Bayernligisten haben. Ich habe mich bewusst entschieden, abzuwarten. Gegen Ende war ich mir mit einem anderen Verein fast einig, als mich Dani Leugner (Ex-Teamkollege beim TSV 1860 und jetzt Mitspieler in Pullach; d. Red.) darauf angesprochen hat, dass Pullach ein Stürmer fehlt. Nach sehr positiven Gesprächen mit Theo Liedl (Manager) und Frank Schmöller (Trainer) ging es dann schnell.

Ist der Aufstieg mit Pullach dein persönliches Ziel?

Weil es bei uns momentan so gut läuft, schaut man natürlich mal nach oben. Gerade wegen der 13 Spiele in Folge, die wir schon ungeschlagen sind. Trotzdem: so schnell wie man oben ist, kann man wieder unten sein. Erstmal geht es darum, beständig Punkte einzufahren und konstant zu sein.

Wie viele Treffer sollen es bei dir am Ende der Saison sein?

Ich habe in der Vergangenheit gemerkt, dass es mir nichts bringt, mir Ziele zu setzen. Wenn ich die Ziele dann nicht schaffe, bin ich zu sehr frustriert. Ich will mit Pullach erfolgreich sein, Tore sind nur ein schöner Beigeschmack.

Du hast in der Löwen-U19 mit Jungs wie Maxi Wittek und Julian Weigl gekickt. Wieso hat es mit dem Durchbruch in den Profifußball bei dir nicht geklappt?

Ich war in der Vergangenheit bestimmt kein einfacher Charakter, dadurch habe ich mir einige Chancen verbaut. Zudem hatte ich auch durch ganz besondere Nahrungsmittelintoleranzen körperliche Beeinträchtigungen. Das alles wurde damals noch nicht festgestellt.

Du bist erst 20 Jahre alt und triffst bereits ziemlich regelmäßig in der Bayernliga. Welche Liga ist langfristig dein Ziel?

Momentan möchte ich einfach nur in Pullach den Weg mitgehen. Ich lege meinen Fokus auf mein Studium (Sinologie; „Chinawissenschaften“), das mir sehr viel Spaß macht. So wie es beim SVP läuft, ist das gerade optimal vereinbar.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

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