1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

Nicht erklärbare Fehler: Hinz beim Sprint ohne Punkte

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Noch läuft es nicht bei Biathletin Vanessa Hinz. Das
Noch läuft es nicht bei Biathletin Vanessa Hinz. Das zeigt sie beim Saisonauftakt vergangene Woche im Einzel. © Foto: Johan Axelsson/WITTERS

Noch läuft es nicht in der neuen Saison für Biathletin Vanessa Hinz. Beim Sprint in Östersund verpasste sie die Punkte deutlich.

Schliersee – Auch in der zweiten Woche des Biathlon-Weltcups im schwedischen Östersund ist Vanessa Hinz zum Sprint-Auftakt kein Befreiungsschlag gelungen. Beim Sieg der Österreicherin Lisa Theresa Hauser erreichte Hinz mit Platz 53 erneut keine Weltcuppunkte, für die sie unter die besten 40 Starterinnen laufen hätte müssen.

Dabei will es für die Schlierseerin sowohl läuferisch in der Loipe als auch am Schießstand noch nicht so richtig laufen. Auf die schnellsten Athletinnen verliert Hinz pro Kilometer momentan noch über zehn Sekunden. Das muss allerdings in Relation gesetzt werden, nämlich auch die fünftplatzierte Franziska Preuss verliert auf die laufschnellste Elvira Oeberg (Schweden) im Schnitt vier Sekunden pro Kilometer. „Ich bin noch nicht da, wo ich gerne wäre“, sagt Hinz.

Hinzu kamen noch zwei Strafrunden. Denn die 29-Jährige verpasste im Liegendanschlag mit zwei Schüssen das Ziel, musste doppelt in die Extrarunde und verlor rund 50 Sekunden auf die Null-Fehler-Schützinnen. „Ich habe gut angeschossen und kann mir die zwei Fehler nicht erklären“, hadert die Schlierseerin. Im Stehendschießen allerdings hat die Biathletin vom SC Schliersee keine Nerven gezeigt und blieb trotz großem Druck fehlerfrei.

Gewissermaßen sind diese zwei Szenen bezeichnend für die Leistungen von Hinz. Am ersten Schießstand angekommen, geht gleich der erste Schuss vorbei. Ein weiterer folgt. Mit dem Rücken zur Wand bleibt sie bei ihrer zweiten Schießeinlage cool und rettet immerhin noch einen Startplatz in der Verfolgung am morgigen Samstag (13 Uhr). Dort hat die Schlierseerin dann die nächste Chance auf das Erreichen der verbandsinternen Olympianorm, für die sie entweder eine Top-Acht-Platzierung schaffen oder zweimal unter die besten 15 kommen muss.

Hinz wie ein mühsames Eichhörnchen

Diese haben von den DSV-Athletinnen bereits Franziska Preuss, Denise Herrmann und Vanessa Voigt geschafft. Anna Weidel braucht nur noch eine Top-15-Platzierunge für die Norm. Bei Hinz wird das in den kommenden Rennen noch keinen allzu großen Druck auslösen, allerdings könnte das im weiteren Saisonverlauf durchaus noch eine mentale Rolle spielen.

Podcast der Heimatzeitung: Vanessa Hinz zu Gast beim Wadlbeißer.

Trotz Platz 53 im Sprint attestiert Bernd Eisenbichler, der sportliche Leiter des Deutschen Skiverbands, Hinz einen „kleinen Schritt nach vorne“. Die Schlierseer Athletin sieht das ähnlich. „Ich bin froh, dass ich das Vertrauen der Trainer habe. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und ich ernähre mich gerade noch besonders mühsam“, erzählt Hinz, die ihren Optimismus nicht verliert.

In der Verfolgung werde es zwar aller Voraussicht nach noch nicht unter die besten 15 Starterinnen gehen, aber ein paar Plätze will Vanessa Hinz freilich nach vorne laufen.

Auch interessant

Kommentare