Niederlechner: „Ich habe Blut geleckt“

+
Teil einer erfolgshungrigen Truppe: Florian Niederlechner (M.) hat in Unterhaching Fuß gefasst und viel zum Jubeln (hier mit Ömer Kanca und Mijo Tunjic, r.) gehabt.

SpVgg Unterhaching - Florian Niederlechner lebt seinen Traum vom Profifußball. Nach den Stationen SV Hohenlinden, TSV Ebersberg, FC Falke Markt Schwaben und FC Ismaning ist der 21-Jährige eine feste Stütze bei der SpVgg Unterhaching.

von Till Pöpperling

Sechs Tore und sechs Assists stehen für den Vollblutstürmer bislang zu Buche, eine sehr gute Quote für einen, der seine erste Hinrunde im Profifußball absolviert hat. „Es gab viele Stimmen, die im Vorfeld gesagt haben: Ach, der Niederlechner schafft’s nicht, der Sprung ist zu groß“, schmunzelt der Hohenlindener, „das war natürlich ein Ansporn.“

Anfangs noch Probleme mit dem Tempo

Und der Sprung erwies sich als genau richtig, wenngleich Florian Niederlechner schon einige Unterschiede zwischen Bayern- und dritter Liga aufzählen kann: „In Ismaning hatte man als Stürmer viel mehr Zeit, man konnte die Abwehrspieler leichter ausspielen. In der dritten Liga spielt man intensiver, alles geht schneller.“ Man müsse sofort den Abschluss suchen, um zum Torerfolg zu kommen – eine Spielweise, an die er sich erst gewöhnen musste. „In den ersten Spielen hatte ich mit dem Tempo noch meine Probleme und ließ einige gute Chancen liegen“, berichtet Niederlechner selbstkritisch. Er ist sich sicher, dass er auch schon „zehn Treffer“ hätte erzielen können.

"Ziel bleiben 45 Punkte"

Mittlerweile ist der 21-Jährige jedoch eine feste Stütze im jungen Team der SpVgg Unterhaching, für die es in der Liga trotz vieler Skeptiker sehr gut läuft. „Wir waren ja schon vor der Saison abgeschrieben, jetzt haben wir 28 Punkte und stehen im Mittelfeld der Tabelle“, kann sich Niederlechner ein Schmunzeln nicht verkneifen. Realistisch bleibt er aber dennoch: „Gerade zu Beginn der Saison haben uns die Gegner vielleicht ein bisschen unterschätzt, und wir haben einfach guten Fußball gespielt. Jetzt werden wir ernster genommen, zudem hatten wir zuletzt großes Verletzungspech. Unser Ziel bleiben daher ganz klar die 45 Punkte, die zum Klassenerhalt reichen sollten.“

Erneuter Aufstieg möglich - "kicker" stuft Niederlechner stark ein

Gut möglich, dass es für den 1,86 m großen Mittelstürmer sogar zum erneuten Aufstieg reicht – seine Leistungen und sein noch junges Alter machen ihn sicherlich für noch höherklassige Vereine interessant. Vor allem auch weil ihn, den Neuling, das Fachmagazin „kicker“ in seiner jetzt veröffentlichten Winter-Rangliste der Stürmer in die Kategorie „Im Blickfeld“ eingruppiert hat – eine besondere Wertschätzung.

Aber das Hohenlindener Gewächs bleibt am Boden. „Für mich zählt derzeit nur die SpVgg Unterhaching“, winkt Florian Niederlechner die Nachfrage nach etwaigen Wechselabsichten jedoch ab, „wir haben hier eine super Truppe, der Teamgeist stimmt, und wir können noch einiges bewegen.“ Doch eines ist dem Stürmer auch klar: „Ich habe Blut geleckt. Mit Fußball sein Geld zu verdienen, vor 10 000 Zuschauern zu spielen und Tore zu schießen ist einfach geil. Ich werde in der Rückrunde hart an mir arbeiten und mein Bestes geben. Dann wird man sehen, ob es vielleicht noch höher für mich geht.“ Der 21-Jährige lebt seinen Traum weiter.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Arjen Robben: Kantersieg bei Trainer-Premiere - Ex-Bayern-Star erklärt seine Vereinswahl
Arjen Robben: Kantersieg bei Trainer-Premiere - Ex-Bayern-Star erklärt seine Vereinswahl
TSV Neuried II: Mehr Spieler, mehr Qualität
TSV Neuried II: Mehr Spieler, mehr Qualität
DJK Würmtal: Euphorisch zum direkten Konkurrenten
DJK Würmtal: Euphorisch zum direkten Konkurrenten
TSV Pentenried fehlen mehrere Stammspieler
TSV Pentenried fehlen mehrere Stammspieler

Kommentare