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SV Pullach: „Haben viel Ärger“ - Einige Spieler wollen nicht den Weg in die Landesliga mitgehen

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Von: Umberto Savignano

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Theo Liedl, Sportlicher Leiter des SV Pullach, plagen noch einige Sorgen.
Theo Liedl, Sportlicher Leiter des SV Pullach, plagen noch einige Sorgen. © Sven Leifer

Die ersten Vorbereitungsspiele ließen sich mit zwei Siegen und einer knappen Niederlage gar nicht schlecht an, trotzdem läuft es bei Bayernliga-Absteiger SV Pullach in Sachen Saisonplanung alles andere als rund.

Pullach – „Wir haben einen sehr, sehr großen Umbruch und auch viel Ärger“, sagt Theo Liedl, der Sportliche Leiter des SVP. Einige Akteure verspüren keine große Lust, den Weg der Raben in die Landesliga mitzugehen, obwohl sie noch gültige Verträge haben. So haben nach Auskunft von Liedl Mälek Amdouni und Fabian Czech Anwälte eingeschaltet, ebenso Alexander Rojek, der sich zwar schon in der Winterpause verabschiedete, aber ebenfalls noch einen Vertrag bis 2023 hat.

Immerhin sei hier eine Einigung in Sicht, so Liedl. Neben den bereits vermeldeten Abgängen, die ohne Hickhack über die Bühne gingen (Bauer, Diep, Traub, Heinzlmeier, Gaigl, Amados, Gracic, Saibou, Veliu) hat auch Michael Dietl den Verein verlassen, Daniel Brändle legt eine Pause ein.

Bleiben werden immerhin Torwart Marjan Krasnic, Mathis Horndasch, Yannis Marseiler, Josef Burghard, vermutlich auch Elias Eck und zunächst Max Zander, der allerdings im August für längere Zeit nach Berlin geht und sich nun auch noch verletzt hat. „Vielleicht kann er noch ein paar Spiele machen“, hofft Liedl. Unklar ist die Lage bei den Kreuzband-Rekonvaleszenten Nasrullah Mirza und Cengizhan Buyar, der aber sowieso noch im Aufbau und weit von einem Einsatz entfernt ist.

Das Verletzungspech hat bei den Raben ohnehin schon wieder zugeschlagen. Nils Allmang, Verteidiger der zweiten Mannschaft, der in der vergangenen Saison schon Bayernligaluft schnuppern konnte, ist angeschlagen, und auch Neuzugang Keita Kawai vom FC Unterföhring hat es erwischt. Die genaue Diagnose steht noch aus, aber, so Liedl: „Er wird wohl etliche Wochen ausfallen.“

Trotz der personellen Turbulenzen konnte der SVP zwei der bisherigen drei Tests gewinnen: 3:2 gegen den Bezirksligisten 1. FC Penzberg, 1:0 gegen den Liga-Rivalen TuS Holzkirchen. Danach gab es noch eine 2:3 (0:3)-Niederlage gegen den TSV Dachau 65, jenes Bayernliga-Team also, das die Raben in der entscheidenden Relegationsrunde in die Landesliga beförderte. „Für unsere Situation sind die Ergebnisse in Ordnung“, findet Liedl.

Erfreulich auch, dass der vom TSV 1860 Rosenheim gekommene Ex-Hachinger Dominik Bacher gegen Dachau zweimal traf. Mit Steven Khong-In von der U19 der SpVgg Landshut, ein Defensivspieler für die rechte Seite, und Sechser Elian Schmitt vom Landesliga-Absteiger 1. FC Garmisch-Partenkirchen konnten sich hier auch zwei weitere junge Neuzugänge präsentieren. In den Tests wirkten zudem einige Leute aus der Reserve, wie Vinzenz Neubauer, Daniel Maier und der ebenfalls schon in der Bayernliga eingesetzte Philip Kienz mit, außerdem Paul Jooss, ein Talent aus der eigenen A-Jugend.

Dennoch ist die Spielersuche beileibe noch nicht abgeschlossen. „Vier, fünf Leute brauchen wir noch, verteilt auf alle Mannschaftsteile“, so Liedl, der weiß, dass auf seinen neuen Trainer Fabian Lamotte enorm viel Arbeit wartet, weshalb es weiterhin keine Saisonvorgabe gibt: „Es ist schwierig für ihn. Wir müssen erst einmal schauen, dass wir eine Mannschaft zusammenbringen.“

Unter diesen Vorzeichen erwartet Liedl im nächsten freundschaftlichen Vergleich, am morgigen Donnerstag (18.30 Uhr) bei der SpVgg Unterhaching, nicht unbedingt eine Partie auf Augenhöhe: „Für die Spieler ist es sicher ein Erlebnis gegen so einen Gegner, aber ich hoffe, dass wir das Packerl, das wir da kriegen, auch heimtragen können.“

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