BCF mit Nullnummer in Deggendorf

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Neutralisiert haben sich der BCF Wolfratshausen (re. Marco Höferth) und Gastgeber Deggendorf in ihrem Duell am Samstag. Die Partie blieb torlos.

BCF Wolfratshausen - Da beim BCF der letzte Pas nicht ankam, reichte es für die Schützlinge von Trainer Steffen Galm in Deggendorf nur zu einer Nullnummer. Vor allem die Defensive überzeugte beim 0:0.

Von Oliver Rabuser

Phrasen begleiten den Fußball, soweit man zurückdenken kann. Für fast alle Gelegenheiten findet man irgendeinen Ausspruch, der medial mehr oder weniger inflationär seine Anwendung findet. Zum Saisonauftakt des BCF Wolfratshausen passte die Floskel: „Als sich die Zuschauer schon mit dem Unentschieden abgefunden hatten...“ Am Ende gab es für die Zuschauer zwar keine Tore zu bejubeln. Doch ereignete sich acht Minuten vor Spielende wenigstens diese eine Szene, die Beinahe-Entscheidung.

Quell der Unruhen auf den Rängen war ein Kopfball von Deggendorfs Mario Eller an die Latte des BCF-Kastens. Vielleicht hatte oder wollte es der Anhang der Niederbayern nicht mitbekommen, dass die aufmerksame Spielleiterin Angelika Söder die Aktion zuvor abgepfiffen hatte. Aber das Match gab halt ansonsten keinen Aufreger her.

Allerdings wäre ein Sieg der Deggendorfer auch nicht verdient gewesen – ebenso wie einer ihrer Gäste aus Farchet. Es passierte schlicht zu wenig auf dem Feld. Die Partie litt unter dem klassischen Auftakt-Syndrom: Die Teams tasteten sich hauptsächlich ab, allgegenwärtig war der beiderseitige Wunsch, dieses Spiel nur ja nicht zu verlieren. Wobei die Wolfratshauser unterm Strich die agilere Equipe gestellt hatten.

Eine halbe Stunde brauchten die Gäste, ehe sie im „Spiel angekommen“ waren und den Respekt vor ihrer ersten Bayernliga-Partie seit acht Jahren abgelegt hätten, räumte Steffen Galm ein. Der BCF-Coach sah seine Eleven als die „bessere Mannschaft“, die einen „guten Job in der Defensive“ gemacht habe. Tatsächlich ließen die Wolfratshauser ihre Kontrahenten kein einziges Mal auch nur annähernd gefährlich gewähren. Aber, so Galm: „Verteidigen können alle in dieser Liga.“ Viel schwerer sei es dagegen in jedem Spiel, die Tore zu machen.

Daran haperte es bei den Farchetern schon während der Vorbereitung. Aktuell kam erschwerend hinzu, dass mit Lamine Guèye und Werner Schuhmann zwei Angreifer Trainingsrückstand hatten. „Man hat es ihnen angemerkt“, räumte Galm ein. Seine Elf habe „gefällig gespielt, den letzten Pass aber zu fahrig gesetzt“.

Zwei Ausnahmen gab es: Beim Fernschuss von Sebastian Schwinghammer musste Deggendorfs Schlussmann Andreas Rixinger alles aufbieten, um den Ball aus dem Winkel zu fischen. Kurz waren die Distanz beim Versuch von Oskar Kretzinger, sehr weit oben dafür die Hände seines Gegenspielers. „An einem guten Tag bekommen wir den Elfmeter“, war sich Galm sicher.

Quelle: fussball-vorort.de

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