FCP nutzt Garchings Steilvorlage nicht

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Der FCP hatte zu wenig von der Partie gegen die Sonthofener.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried hat am Samstag eine peinliche und ärgerliche 0:2 (0:1)-Niederlage beim 1 FC. Sonthofen kassiert. Ärgerlich vor allem deshalb, weil Aufstiegskonkurrent VfR Garching ebenfalls patzte. Nur einer präsentierte sich hernach gar nicht so missgelaunt, wie zu erwarten gewesen wäre.

Tobias Strobl war nach dem Abpfiff sauer. Der Pipinsrieder Spielertrainer schimpfte wortreich über den Gegner und den Schiedsrichter. Das Allgäuer Team nannte er „charakterlos“, den österreichischen Schiedsrichter Michael Egger bezeichnete er als „arrogant“. Doch im Grunde war klar: Strobl war vor allem eines – enttäuscht. Er und seine Mannen haben es am vorletzten Spieltag verpasst, am VfR Garching vorbei zu ziehen. Denn die Truppe aus dem Norden von München kam zeitgleich im Derby gegen den FC Ismaning nicht über ein 1:1 hinaus. Mit einem Sieg in Sonthofen hätte sich der Dorfclub auf Rang zwei vorgeschoben und so am kommenden Samstag alle Trümpfe im Kampf um den Direktaufstieg in die Regionalliga in der Hand gehabt.

Zur Erinnerung: Der Fix-Meister BC Aichach stellt den Spielbetrieb zum Saisonschluss ein und wird anschließend ans Ende der Tabelle gesetzt. Dass der Ausflug an den Fuße des Grünten kein Spaziergang werden würde, war den Gelb-Blauen allerdings schon vorher klar. Zumal die Sonthofener letzte Woche auch den Garchingern das Leben schwer gemacht hatten und dem VfR ein 0:0 abtrotzte. Mit der identischen Taktik wie am zurückliegenden Samstag: ihre Viererkette war im eigenen Strafraum postiert; 20 Meter vor dem Tor hatten sie zudem eine Fünferkette aufgebaut, in die sich gerne auch die einzige Spitze, Matthias Jörg, einreihte.

Zudem passierte den Pipinsriedern ein Malheur, das man gegen so einen Gegner auf alle Fälle vermeiden muss: Sie kassierten ein frühes Tor. Keine vier Minuten waren gespielt, als der Ball schon im Pipinsrieder Netz zappelte – nach einem Freistoß noch dazu. „Wir haben total geschlafen“, schimpfte Strobl. Verzweifelt fragte er: „Warum brauchen wir immer erst einen Gegentreffer um aufzuwachen?“ Klar, dass sich der Gastgeber nun ins Fäustchen lachte: Der FCS stand hinten so fest wie das Allgäuer Alpenmassiv und harrte geduldig auf Konterchancen. Die erste bot sich schon in der 18. Minute, doch der Schiedsrichterassistent winkte mit seinem Fähnchen.

Die Strobl-Truppe wirkte ratlos; nur ein Fernschuss von Junis Ibrahim sorgte für Gefahr (15.). Außerdem erwähnenswert: Vier gelbe Karten, die der Referee de, FCP binnen sechs Minuten zeigte; drei davon wegen Meckerns. Nach dem Seitenwechsel gaben sich die Kicker aus dem Dachauer Hinterland zwar weiter alle Mühe, doch der Erfolg blieb aus: Fischer hatte mit einem Fernschuss kein Glück (47.), Holzhammers Drehschuss aus sechs Metern wurde vom starken FCSSchlussmann Zeynel Anil zur Ecke gelenkt (55.). Auch Junis Ibrahim scheiterte dreimal am FC-Keeper (51./66./68.). Und so kam es, wie es kommen musste: Einer der wenigen Sonthofener Konter führte zum Erfolg (77.), die Sache war gegessen.

Wer nach dem Abpfiff auf ein Donnerwetter vom Pipinsrieder Präsidenten gewartet hatte, wurde enttäuscht. Zum einen, weil Konrad Höß in Heimstetten weilte, um dort das Match von Marco Bläser & Co. gegen die SpVgg Bayern Hof zu begutachten – zwei mögliche Relegationsgegner. Zum anderen, weil ihm die Aufstiegsspiele sowieso lieber sind, schon der Einnahmen wegen. Allerdings meinte der 73-Jährige auch nachdenklich: „Weder gegen die Hofer noch gegen die Heimstetter hätten wir zurzeit eine Chance. Wer in die Regionalliga aufsteigen will, darf zudem bei einem Abstiegskandidaten nicht verlieren.“ Ob er in der anlaufenden Woche seinen Viertliga- Antrag zurückziehen wird, ließ Höß offen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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