Haching: Ohne große Ambitionenin die Rückrunde

Klaus Augenthaler hält sich mit Vorgaben an seine Mannschaft zurück.

Unterhaching - Quo vadis, SpVgg? Aus den großen Zielen, mit denen die Hachinger vor der Saison angetreten sind, ist der Kampf gegen den Abstieg geblieben. Bis auf letzte Saison konnten sich die Fans aber meistens auf eine gute Rückrunde freuen.

Unterhaching - Vor einem Jahr ging das mit der Aufbruchstimmung voll in die Hose. Der Blick zurück: Zur Winterpause lag die SpVgg zwar auf Platz zehn, hatte aber auf Aufstiegsplatz drei nur vier Punkte Rückstand. Nach unten war der Vorsprung mit sieben Zählern eher bequem. Kein Wunder also, dass man sich vollmundig nach oben orientierte. Dass daraus nichts wurde und schließlich Ralph Hasenhüttl seinen Job verlor, war nicht verwunderlich.

In den beiden Jahren zuvor allerdings war es anders. In der Regionalliga-Saison 2007/08 lief Unterhaching im Januar als Zehnter noch neun Punkte hinter der Spitze her. Am Ende schnupperte man dann sogar noch am Aufstieg, war letztlich als Sechster fünf Zähler zu schlecht. Im Premieren-Jahr in Liga drei wurde aus einem 6. Platz mit sechs Punkten Rückstand zum Dritten noch Rang vier mit nur einem Punkt Rückstand. Wieder eine erfolgreiche Rückrunde.

Was passiert im Jahr 2011? Trainer Klaus Augenthaler hat sich bereits öffentlich von allen hohen Zielen aus dem Sommer verabschiedet. Es gehe nur darum „Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln“. Vom Aufstieg ist längst keine Rede mehr, durch das neue Jugendkonzept dafür auch personell keine wirkliche Grundlage mehr geschaffen. Sogar ob überhaupt eine Konsolidierung der Leistung möglich ist, erscheint momentan fraglich. Finanzielle und personelle Turbulenzen haben offensichtlich ihre Spuren hinterlassen.

Mit 22 Punkten hat die SpVgg so wenige auf der Habenseite wie zuletzt in der Zweitliga-Abstiegssaison 2006/07. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge - und damit auf den Total-Absturz i die Regionalliga beträgt fünf Punkte.

Es ist ein schmales Polster, das Unterhaching von einer beunruhigenden Zukunft trennt. Man darf auf die Rückrunde gespannt sein.

Quelle: fussball-vorort.de

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