Die optische Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt

- Unterbiberg (um) - Zur Pause war Georg Simbeck noch voller Siegeszuversicht. "Entscheidend wird sein, wer in Führung geht", blickte er auf den zweiten Durchgang der Heimpartie des FC Unterbiberg gegen den TSV Reischach voraus und fügte hinzu: "Und ich bin sicher, dass wir ein Tor aus einer Standardsituation machen werden." Zwar behielt der FCU-Manager mit seiner Andeutung Recht, dass es kein torreiches Spiel mehr werden würde. Seine zweite Prognose ging jedoch nicht auf. Es blieb beim 0:0, was Simbeck aber nicht sehr bekümmerte: "Wir können mit dem Ergebnis leben." Immerhin stellte sich mit Reischach eine in dieser Saison noch ungeschlagene Mannschaft an der Zwerger Straße vor und ein Team, das für seine schnellen Konter gefürchtet ist. In der 38. Minute exerzierten die Gäste ihre Spezialität fast perfekt vor. Nur der Abschluss durch Dirk Richter passte nicht, er schoss übers Tor. Kurz darauf zeigten auch die optisch überlegenen Unterbiberger jene Tugend, die sie besonders gefährlich macht - die unter Trainer Franz Faber gut einstudierten Standards eben: Nach einer Ecke von Tamer Soezen landete Martin Kulmus` Kopfballaufsetzer allerdings knapp über der Latte (43.).<BR>

So hatte Simbeck es sich vorgestellt, nur noch ein bisschen präziser. Nach dem Wechsel bewies die Faber-Elf aber zunächst einmal, dass sie es auch aus dem Spiel heraus kann. Ein herrliches Anspiel von Oemer Gebesci sprang Michael Stelzer einen Tick zu weit vom Fuß, Reischachs Torwart Jürgen Fußeder konnte deshalb rechtzeitig eingreifen (47.). Und nach einer idealen Stelzer-Flanke scheiterte Soezen ebenfalls am Schlussmann (49.). "Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen", trauerte Simbeck diesen Gelegenheiten hinterher. Ein Kulmus-Kopfball (61.), der dem vor der Pause glich wie ein Ei dem anderen, war das letzte Resultat der Unterbiberger Überlegenheit in dieser Phase. Auf der Gegenseite rettete FCU-Torwart Tobias Kerscher in höchster Not gegen Tim Bauernschuster (65.) und nach der Roten Karte für Richter, wegen eines Fouls am kurz zuvor eingewechselten Unterbiberger Rekonvaleszenten Christoph Karl (69.) verflachte die Partie. "In Überzahl haben wir dumm gespielt", gab Simbeck zu. "Aber das liegt einfach daran, dass unsere Mannschaft recht jung ist." Nach Gelb-Rot für Stelzer, der einen Freistoß zu früh ausgeführt hatte (82.), war das zahlenmäßige Gleichgewicht wieder hergestellt, auf das Spiel hatte dies keinen Einfluss mehr. "Wenn man die hochkarätigen Chancen betrachtet, ist das Unentschieden verdient", fand Simbeck und blickte zufrieden auf die Tabelle: "Mit 13 Punkten aus sechs Spielen sind wir im Soll." FC Unterbiberg: Kerscher - Pummer, Beier, Perakovic, Botko (53. Dörfler), Simic, Gebesci (60. Karl), Stelzer, Olewinski, Kulmus, Soezen (71. Gawelek) Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Stelzer (82., Meckern und Unsportlichkeit) - Rot für Reischachs Richter (69., grobes Foulspiel)

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern
Krepek: „Einige werden mit Kopfschmerzen nach Hause gegangen sein.“
Krepek: „Einige werden mit Kopfschmerzen nach Hause gegangen sein.“
Robert Lexa (49) und Emanuele Fino (39) helfen beim SV Heimstetten II aus
Robert Lexa (49) und Emanuele Fino (39) helfen beim SV Heimstetten II aus

Kommentare