Erstes Interview nach Wechsel zu Türkgücü-Ataspor

Akkurt: „Es macht keinen Sinn zu bleiben, wenn du nicht erwünscht bist“

+
Orhan Akkurt wurde von der Ausbootung in Heimstetten offenbar kalt erwischt.

Nach Bekanntgabe des plötzlichen Wechsels zu Türkgücü Ataspor spricht Orhan Akkurt im Vorort Interview über die Gründe der Trennung von Heimstetten und seine Ziele mit dem SV Türkgücü-Ataspor.

Orhan Akkurt lieferte beim SV Heimstetten eine solide Hinrunde ab. Mit zehn Torbeteiligungen in 19 Spielen war Akkurt an einem Drittel der Tore des SV beteiligt. Trotzdem entschieden sich die Verantwortlichen des Regionalligisten, ihren Topscorer ziehen zu lassen. Im Interview spricht der 33-Jährige über die Vertragsauflösung in Heimstetten und den Wechsel zu Türkgücü.

Orhan, wie kam es zu der Entscheidung, Heimstetten schon zur Winterpause zu verlassen und nicht erst am Ende der Saison?

Ich bin am Freitag ganz normal zum Training in Heimstetten gegangen. Dort wurde mir überraschenderweise über Michael Matejka mitgeteilt, dass das Trainerteam zur Rückrunde nicht mehr mit mir plant. Es gab keinerlei Auseinandersetzung, aber auch kein Gespräch mit dem Trainerteam. 

Hat die aktuelle Tabellenlage deinen Wechselwunsch bestärkt? 

Die Tabellensituation hat mit dem Wechsel nichts zu tun, da ich einen Verein nicht einfach verlasse, nur weil es mal nicht läuft. Das ist nicht mein Charakter. Ich wurde nur informiert, dass ich in den Planungen des Trainerteams keine Rolle mehr spiele. Daher habe ich die Entscheidung getroffen, den Verein zu verlassen, da es absolut keinen Sinn macht, bei einem Team zu spielen, in dem du nicht erwünscht bist. Wie gesagt, ich war eigentlich, dort um zu trainieren. 

Wer ist auf dich zugekommen und warum ging der Wechsel so schnell?

Andy Pummer und Robert Hettich haben mich kontaktiert. Ich soll dazu beitragen, den Aufstieg und die Meisterschaft zu realisieren. Da dieses Gespräch sehr klar und ehrlich von beiden Seiten geführt wurde, haben wir uns sehr schnell geeinigt.

Du hast einen Vertrag bis Saisonende. Warum nur so kurz?

Die Vertragslaufzeit ist klar bis Sommer zum geregelt, da die Priorität die Meisterschaft und der damit verbundenen Aufstieg ist. Was darüber hinaus geht, wird dann zur gegebenen Zeit entschieden. Vorerst sollten wir Schritt für Schritt vorgehen und der erste Schritt ist ganz klar der Aufstieg.

Ist es für dich komisch weiterhin in Heimstetten zu spielen, aber für einen anderen Verein?

Ob es komisch wird, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich dort für Türkgücü auflaufen werde.

Würdest du aufgrund deines Alters auch unterhalb der Bayernliga angreifen?

Mein Alter spielt keine Rolle, weil im Fußball nur die Leistung zählt. Diese werde ich nun in der Bayernliga zeigen. 

Ist ein Wechsel in den Trainerstab absehbar? 

Ein Trainerjob wird bestimmt irgendwann mal interessant werden. Aktuell möchte ich die Mannschaft aber lieber als Spieler weiterbringen.

Zum gleichen Thema:

SVH-Coach Schmitt erklärt Trennung von Orhan Akkurt

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

TSV Jetzendorf seit acht Spielen sieglos - nächster Versuch beim FC Kempten
TSV Jetzendorf seit acht Spielen sieglos - nächster Versuch beim FC Kempten
„Ein drittes Mal wird das nicht passieren“ - Denklingen will Negativserie beenden
„Ein drittes Mal wird das nicht passieren“ - Denklingen will Negativserie beenden
Sehnsucht nach der Winterpause: ASV Habach und TSV Peißenberg in Personalnot
Sehnsucht nach der Winterpause: ASV Habach und TSV Peißenberg in Personalnot
Benjamin Vilus warnt: „ASV Habach ist eines der Top-Teams der Liga“
Benjamin Vilus warnt: „ASV Habach ist eines der Top-Teams der Liga“

Kommentare