Orkan Balkan wechselt zum SV Pullach

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Das Trikot der SpVgg Unterhaching trug Orhan Balkan bis 2011, dann wechselte er in die Türkei – und jetzt zum Bayernligisten SV Pullach.

Einen dicken Fisch aus dem internationalen Spielerbecken hat sich der SV Pullach geangelt: Orkan Balkan wird künftig an der Gistlstraße kicken. Am Samstag (17 Uhr) beim 1. FC Sonthofen ist der ehemalige Unterhachinger aber voraussichtlich noch nicht einsatzberechtigt.

Seit 2012 stand der 27 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler, der auch als rechter Verteidiger einsetzbar ist, beim türkischen Drittligisten Cankirispor (41 Ligaeinsätze, 1 Tor) unter Vertrag. Im Münchner Landkreis ist Balkan durch seine Zeit bei der SpVgg Unterhaching bekannt. Über die Jugend und die zweite Mannschaft schaffte er den Sprung ins Profi-Team, für das er von 2007 bis 2011 zwei Zweitliga-, fünf Regionalliga- (damals noch drittklassig) und 54 Drittligaeinsätze bestritt, ehe er zum türkischen Erstligisten Orduspor wechselte, wo er allerdings nicht in der Stammelf Fuß fassen konnte, weshalb er zu Cankrisispor weiterzog. Balkans Marktwert wurde zu jener Zeit auf der Plattform transfermarkt.de immerhin mit 200.000 Euro beziffert. Allerdings mit deutlich sinkender Tendenz über die vergangenen zwei Jahre.

„Ich hatte einige Spieler auf der Liste, die ich gerne nach Pullach geholt hätte, aber die waren finanziell nicht machbar. Die spielen jetzt alle in Dachau. Von dem her glaube ich, dass unser Manager Theo Liedl wirtschaftlich nichts Unvernünftiges gemacht hat“, kommentiert Frank Schmöller schmunzelnd den kleinen Transfercoup, der seinem in den ersten fünf Partien ohnehin siegreichen Team noch bessere Perspektiven verschafft: „Wir haben jetzt schon eine ganz gute Mannschaft. Ich glaube, Orkan hebt das Niveau nochmal um drei oder vier Prozent, wenn er fit ist.“ Daran hapere es allerdings noch. „Er trainiert seit drei Wochen mit, hat aber noch körperlichen Rückstand. Deshalb bekommt er jetzt noch die eine oder andere Schicht Sondertraining.“ Insofern können die Pullacher dem letzten bürokratischen Akt gelassen entgegensehen. „Wir haben alle Unterlagen eingereicht und warten täglich auf die Spielgenehmigung“, erzählt Schmöller, der mit Blick auf das Sonthofen-Spiel betont:  „Für mich ist das im Moment sowieso sekundär. Denn da wartet auf uns die schwerste Aufgabe bis jetzt. Das ist eine richtig große Herausforderung, auf die ich mich freue.“

Besonders viel hält Schmöller von seinem Trainerkollegen in Diensten der Allgäuer: „Esad Kahric ist für mich einer der besten Amateurtrainer in Bayern, dazu ein sehr angenehmer und sympathischer Zeitgenosse. Egal, welche Mannschaft er trainiert hat, sie war immer taktisch sehr gut geschult. Da sieht man, dass richtig gut gearbeitet wird.“ Deshalb erwartet Schmöller ein schweres Durchkommen für sein Team: „Ein Tag der offenen Tür wird es nicht.“

Mit der Vorstellung im Toto-Pokal gegen den TSV 1860 Rosenheim zeigte sich Schmöller übrigens trotz des Aus im Elfmeterschießen (wir berichteten) nicht unzufrieden. „Ich fand gar nicht so schlecht, wie wir das gegen einen Gegner gemacht haben, der dieses Spiel sehr, sehr ernst genommen hat.“ Zudem tastete sich Maxi Schuster nach seinem Urlaub wieder heran. „Es war gut, dass er sich Einsatzhärte holen konnte, und er ist natürlich eine Option“, sagt Schmöller. Aber eben wohl nur eine Option, denn: „Warum soll ich ein Team ändern, das fünfmal gewonnen hat?“

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Quelle: fussball-vorort.de

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