Ostertag bereitet sich normals aufs Derby vor

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TSV Eching - Spannung? Dramatik? Rivalität? Es gab Jahre, da lockte das Derby zwischen dem SE Freising und dem TSV Eching viele Zuschauer ins Stadion. Warum das Rückspiel, das heute Abend (19.30 Uhr) in der Savoyer Au ausgetragen wird, trotzdem ein fußballerisches Schmankerl werden könnte, zeigt der Blick in beide Lager.

Vor allem für den TSV Eching dürfte dieses Wochenende entscheidenden Charakter haben. Sechs Zähler sind die Zebras vom ersten Relegationsrang getrennt, weswegen Coach Fredy Ostertag die Saison noch nicht als gelaufen betrachtet. In den ausstehenden fünf Saisonspielen sei noch vieles möglich. „Ich sehe noch nicht, dass wir endgültig gesichert sind“, warnt Ostertag entsprechend. Deswegen sind die Echinger Augen gar nicht so sehr auf das Derby gerichtet. „Wir wollen drei Punkte, das zählt, wir bereiten uns normal vor“, so Ostertag. Dass es für ihn selbst an die alte Wirkungsstätte geht, wird natürlich trotzdem eine Rolle spielen, wenn auch eine untergeordnete. Viele gute Bekannte habe er noch beim SEF, lacht Ostertag, „und die freue ich mich, am Donnerstag wiederzusehen.“ Dass er zeitweise einen Teil der der Jahzeitigen SEF-Elf als Urlaubsvertretung für Michael Schütz gecoacht hat, sieht Ostertag nicht als Vorteil. Viele der damaligen Truppe sind schließlich nicht mehr da, „somit dürfte uns das nichts bringen“.

Viel mehr nutzt es ihm da, dass sich das Lazarett mittlerweile wieder lichtet. Beide etatmäßigen Keeper, Kestler und Heß, sind nach ihrer Verletzungspause ebenso mit an Bord wie Mittelfelstütze Mustafa Kantar. Wegen der Ausgangslage sind also sehr engagierter Echinger Gäste zu erwarten, aber auch, weil es die 1:4-Scharte aus dem Hinspiel auszumerzen gilt.

Ebenfalls geladen geht der SE Freising ins 21. Derby in den zurückliegenden 13 Jah ren, die Lerchenfelder gewannen davon neun, der TSV Eching nur vier – insgesamt neun endeten unentschieden. Der Grund für die Emotionen ist nicht darin zu suchen, dass die Schütz-Elf auch das zweite Saisonspiel unbedingt für sich entscheiden muss. Vielmehr hallt in der Savoyer Au immer noch das Gastspiel bei Türkgücü vom Sonntag nach. Die Freisinger fühlten sich auch knapp eine Woche später noch von der Verlegung auf Kunstrasen kräftig verschaukelt. „Dass sowas überhaupt vom Verband geduldet wird, entbehrt jeglicher Vernunft“, schimpft Coach Michi Schütz.

Zu allem Überfluss verschärfte sich auch noch die Personalnot vor dem Derby. Goalgetter Ben Held fehlt aus privaten Gründen, während sich die schweren Verletzungen von Lukas Hanrieder und Nelson Miller bestätigten sich – beide sind sicher nicht dabei. Man werde daher wieder kräftig rotieren müssen, Neues ausprobieren, erklärt Schütz, „auch einige Spieler aus der Zweiten Mannschaft werden eventuell ihre Möglichkeiten bekommen“. Ungewöhnlich für ein prestigeträchtiges Duell, doch auch vor dem Hinspiel verblüffte der Taktiker Schütz, beorderte unter anderem Held ins zentrale Mittelfeld, was ausschlaggebend war für den am Ende doch deutlichen Sieg. „Bei allen sportlichen Aspekten freue ich mich aber auch, meinen Spezl Fredy Ostertag wiederzusehen“, betont Schütz, „insbesondere weil es vor ein paar Wochen nicht danach ausgesehen hat."

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Quelle: fussball-vorort.de

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