Folgenschwere Patzer beim TSV Eching

Ostertag-Elf mit 1:2-Niederlage gegen den FC Deisenhofen

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Der Einsatz stimmte: Kapitän Florian Bittner (r.) bei einem Kopfballduell gegen einen Deisenhofener.

TSV Eching - Der TSV Eching muss weiter auf den lange ersehnten dritten Saisonsieg warten. Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FC Deisenhofen unterlagen die Echinger nach zwei folgenschweren Patzern mit 1:2.

Dabei wäre mehr möglich gewesen. Die Hausherren hatten sich gegen das Spitzenteam aus Deisenhofen viel vorgenommen. Nach fünf Unentschieden in Folge wollten sich die Echinger mit einem Dreier von der Gefahrenzone der Tabelle distanzieren.

In den ersten Minuten sah es auch gut aus für die Elf von Alfred Ostertag, sie fand schnell in die Partie und setzte früh das erste Ausrufezeichen: Mittelstürmer Fabijan Hrgota chippte den Ball schön auf Florian Bittner, der von der Sechser-Position in den freien Raum startete. Bittner lupfte den Ball über den herauseilenden FCD-Keeper Alexander Kottmüller, der Ball fiel aber auf die Latte und nicht ins Tor (2.).

Mit zunehmender Spieldauer verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Die ballsicheren Gäste, die mit die beste Spielanlage aller Landesligateams haben, kombinierten sich durchs Mittelfeld, fanden aber nicht die Lücke in der kompakten Echinger Defensive. Und so sorgte ein Fehler, genauer gesagt, ein zu kurzer Diagonalball von David Tomasevic, für die Gästeführung. Die Deisenhofener erkannten die Situation und steckten auf Luca Tschaidse durch, der Franz Hornof umkurvte und ins leere Tor einschieben konnte (29.). „Das war sehr ärgerlich, weil wir bis dahin gut mitgehalten hatten“, kritisierte TSV-Trainer Alfred Ostertag.

Der Gegentreffer wirkte. Seine Spieler ließen in der Folge die Köpfe hängen, sie retteten sich aber ohne einen weiteren Rückschlag in die Halbzeitpause. Dort war Ostertag als Motivator gefragt: „Ich habe sie aufgeweckt und gesagt, dass das Spiel noch nicht verloren ist.“ Die Körpersprache stimmte, als die Echinger aus der Kabine kamen. Doch kurz nach Wiederbeginn machten sie erneut einen folgenschweren Fehler. David Tomasevic nahm im eigenen Strafraum den Fuß zu hoch und foulte seinen Gegenspieler. Marco Finster verwandelte aus elf Metern sicher erhöhte auf 2:0 für die Gäste (48.).

Anschließend versuchten die Echinger, mit hohem Einsatz zurück ins Spiel zu kommen. Ostertag ersetzte im Sturmzentrum den glücklosen und aufgearbeiteten Fabijan Hrgota durch Mustafa Kantar. „Gegen Kirchheim hat das gut geklappt, Mustafa kann das spielen“, verwies der Trainer auf die zwei Treffer seines gelernten Defensivspielers. Und Kantar führte sich gleich sehenswert ein, scheiterte mit einem Schuss aus der Drehung allerdings knapp.

Die Gastgeber drängten nun auf den Anschlusstreffer, und belohnten sich. Philipp Schuler spielte von der Grundlinie zurück an die Sechzehnergrenze auf den eingewechselten Daniel Hahner, der von dort zum 1:2 traf (88.). Der Treffer kam jedoch etwas zu spät, denn bis auf eine gelbrote-Karte für Florian Bittner in der dritten Minute der Nachspielzeit passierte nichts mehr. „Wir haben alles gegeben. Auch wenn sie etwas besser waren, war mehr für uns drin.“, sagte Alfred Ostertag, kritisierte aber auch: „Wir müssen unsere Fehler abstellen. In der Landesliga werden die sofort ausgenutzt.“ Vielleicht, so meinte der Trainer, habe die Niederlage auch etwas Gutes. „Jetzt müssten auch die Letzten aufgewacht sein“, so Ostertag weiter.

Quelle: fussball-vorort.de

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