Ostertags Kabinenpredigt zeigt Wirkung

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Vom Regen in die Dusche: Wegen wiederholten Foulspiels sah Maximilian Preuhs (M.) zurecht von Schiedsrichter Christian Struyk die Gelb-Rote Karte.

TSV Eching - Die Zebras kämpfen in der Schlussphase aufopferungsvoll und belohnen sich mit einem Punkt gegen den SV Erlbach. Vier Wochen vor der Weihnachtspause schienen die Gastgeber in Halbzeit eins demvorzeitigen Winterschlaf entgegen zu taumeln.

"Im Spiel nach vorne war das viel zu wenig“, bemängelte Trainer Alfred Ostertag fehlende Ideen und kaum vorhandene Körpersprache. Lediglich eine halbwegs gefährliche Torchance sprang heraus, als Jens Fölting sich auf dem Flügel durchsetzen konnte und den Ball in die Mitte zu Fabijan Hrgota passte. Doch Echings Goalgetter verfehlte das Tor knapp.

Auf der anderen Seite verwerteten die Gäste ihre erste echte Möglichkeit gleich zur Führung. Ein Schuss von Ronald Schmidt senkte sich über Keeper Mustafa Heß hinweg zum 0:1 ins Netz (17.). Ostertag monierte das vor dem Abschluss nur halbherzige Zweikampfverhalten. Fortan blieben Strafraumszenen absolute Mangelware. Beide Teams rieben sich im Mittelfeld auf. Ärgerlich aus Echinger Sicht: Maximilian Preuhs sah für ein unnötiges Foul an der Seitenauslinie Gelb (21.) – eine Karte die später im Spiel Folgen haben sollte.

In der Halbzeitpause „bin ich das erste Mal so richtig laut geworden“, berichtete Echings Coach Ostertag, dem der Auftritt seiner Mannschaft bis dahin überhaupt nicht gefiel. Zum Glück für den TSV gaben sich die Gäste aus Erlbach früh mit dem knappen Vorsprung zufrieden und wurden dafür, wie so oft im Fußball, bestraft: Einen langen, eher harmlosen Ball, erwischte der herauseilende Gästeschlussmann Klaus Malec nicht. Fabijan Hrgota lief durch und schob die Kugel dankend ins verlassene Tor (53.) – siebenter Saisontreffer für den Oldie!

Ostertag reagierte, brachte mit Tolgahan Kilic und Michael Ott zwei frische Kräfte, die auf dem schwer bespielbaren Geläuf neue Akzente setzen sollten. Den Plan des Trainers durchkreuzte die berechtigte Gelb-Rote Karte gegen Preuhs (74.), dem gut leitenden Schiedsrichter Christian Struyk blieb gar keine andere Wahl.

Drei Minuten später überstand Michael Ott ein rüdes Foulspiel des Erlbacher Torschützen Ronald Schmidt nur stark angeschlagen. Die Zebras hatten ihr Wechselkontingent bereits erschöpft, so dass Ott nichts anderes übrig blieb, als sich mit Schmerzen durch die Schlussviertelstunde zu quälen.

Natürlich intensivierten die Gäste anschließend ihre Bemühungen. Gefährlich wurde es aber eigentlich nur nach Standards. Entweder zielte Erlbach zu ungenau oder fand Torwart Heß auf dem Posten. Per Konter bot sich den Zebras sogar noch die Chance zum späten Sieg. Kilic steckte zu Hrgota durch, dessen Versuch Aluminium im Wege stand. Den Nachschuss platzierte Kilic zum Entsetzen des Echinger Anhangs direkt in die Arme von Malec.

Am Ende zeigte sich Ostertag mit dem 1:1-Unentschieden nicht unzufrieden: „Speziell der Einsatz in der Schlussphase stimmte.“ Jochen Jürgens.

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Quelle: fussball-vorort.de

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