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Ottobrunner Erfolgslauf

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Von: Umberto Savignano

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Es läuft beim TSV Ottobrunn: Die Mannschaft hat die Tabellenspitze fest im Visier.
Es läuft beim TSV Ottobrunn: Die Mannschaft hat die Tabellenspitze fest im Visier. © brouczek

FUSSBALL-KREISLIGA TSV gewinnt Derby gegen Fortuna Unterhaching und blickt nach oben

Unterhaching/Ottobrunn – Am Ende fühlten sich Fortuna Unterhachings Spieler von ihrer namensgebenden Glücksgöttin verlassen. Mit aller Macht drängten die Hausherren in den Schlussminuten des Kreisliga-Derbys gegen den TSV Ottobrunn auf den Ausgleich, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Lukas Wimmers Lattentreffer in der 90. Minute war noch nicht der dramatische Höhepunkt. In der Nachspielzeit klärte ein Ottobrunner Verteidiger den Flugkopfball des nach vorn geeilten Fortuna-Torwarts Paul Ladewig auf der Linie und sicherte seinem Team so den 1:0 (1:0)-Erfolg.

„Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, betonte Unterhachings Trainer Florian Darchinger, den das Abschlusspech in einem seiner Ansicht nach „eher durchschnittlichen Spiel“ weniger ärgerte als der entscheidende Treffer durch einen 40-Meter-Freistoß (27.). „Der Torwart sieht den Ball spät, aber der darf eigentlich gar nicht durchkommen.“

Tim Müllmaier lobte hingegen seinen Torschützen Michael Kapeller: „Ich bin froh, dass ich einen Kapitän habe, der mit seiner guten Schusstechnik auch mal einfach draufhaut, wenn aus dem Spiel heraus wenig geht.“ Ottobrunns Spielertrainer räumte ein, dass seine Mannschaft aufgrund der schwindenden Kräfte nach der Pause zunehmend unter Druck geriet. „Am Ende war es glücklich, aber wir schämen uns nicht dafür. Die Jungs haben sich den Sieg durch harte Arbeit verdient. Sie ackern wie verrückt“, sagte er und verwies auf das jüngste Mammutprogramm für seine Truppe: „Wir hatten jetzt fünf Spiele in 14 Tagen, da kann man nicht immer eine Sahneleistung abliefern. Am Donnerstag davor, beim 3:1 gegen Phönix, war es eine, diesmal nicht. Aber wir waren taktisch diszipliniert. Und ich finde auch, dass wir in der ersten Halbzeit größere Spielanteile und zwei klare Gelegenheiten zum 2:0 hatten.“ Sein Fazit nach dem siebten Sieg in Folge: „Ich muss vor meiner Mannschaft den Hut ziehen.“

Für beide Teams stehen nun richtungsweisende Partien an. Die Fortunen haben zwei Auswärtsfahrten vor sich: Am Donnerstag (19.30 Uhr) gastieren sie beim SV Anzing, am Sonntag (13 Uhr) beim SV Heimstetten II. Anzing steht auf einem Relegations-, Heimstetten auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Hachinger könnten also den Abstand nach hinten vergrößern, bei zwei Niederlagen aber auch in die Gefahrenzone rutschen. „Unser Ziel ist es, mindestens vier Punkte zu holen“, sagt Darchinger, der vor allem dem Donnerstagsspiel mit gemischten Gefühlen entgegenblickt: „Mit Anzing hatten wir in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen.“ Auch personell sieht es nicht gut aus beim Tabellensechsten: „Wir haben wieder Ausfälle. So hangeln wir uns von Wochenende zu Wochenende.“ Zuversichtlich stimmt den Coach die Bilanz auf fremden Plätzen mit zehn Punkten und 5:0 Toren aus vier Spielen. „Auswärts sind wir in dieser Saison ja ganz gut.“

Die Ottobrunner empfangen am Samstag (15 Uhr) den nur wegen der besseren Tordifferenz vor ihnen liegenden Aufsteiger SC Grüne Heide Ismaning zum Spitzenspiel. „Sieben Siege am Stück: Das hatten wir seit vielen Jahren nicht. Wir wollen die Serie fortsetzen, egal, wer da kommt. Die Trainingswoche tut uns gut, sie müsste reichen, um zu regenerieren“, so Müllmaier. „Das wird ein cooles Spiel von zwei punktgleichen Mannschaften, die gewinnen wollen.“

Die Spieler warfen sich im Derby mit Leidenschaft in alle Kopfballduelle und Zweikämpfe (Fortunas Lukas Wimmer/l. gegen Ottobrunns Marius Flecke).
Die Spieler warfen sich im Derby mit Leidenschaft in alle Kopfballduelle und Zweikämpfe (Fortunas Lukas Wimmer/l. gegen Ottobrunns Marius Flecke). © brouczek

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