TSV Eintracht Karlsfeld - ASV Dachau

Pascal Sattelberger entscheidet Partie im Alleingang

ASV Dachau Pascal Sattelberger
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ASV Dachau siegt dank Pascal Sattelberger

5:1 Hammer: Pascal Sattelberger entscheidet nach Einwechslung die Partie. Mit Vorlage, Topabschluss, Hammerpass und Chip macht er den Unterschied.

Karlsfeld/DachauEine Halbzeit lang hat der ASV Dachau im mit Spannung erwarteten Fußball-Landesligaderby beim Tabellenführer TSV Eintracht Karlsfeld gut mitgehalten. Dann kam Pascal Sattelberger aufs Feld. 13 Minuten später war die Partie entschieden, am Ende bejubelte Karlsfeld einen 5:1-Erfolg – und Dachaus Trainer Bernhard Ahammer blieb nichts anderes übrig, als der Eintracht zu deren Joker zu gratulieren.

„Zur Halbzeitpause dachte ich, da könnte heute was gehen“, sagte Ahammer. Seine Mannschaft spielte nicht wie eine Mannschaft, die auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Nur in den ersten zehn Minuten wackelten die Dachauer. Da mussten sie bei Kopfbällen von Fabian Schäffer und Marko Juric sowie einem freien Schuss von Martin Schön kritische Momente überstehen. Danach waren die Gäste im Spiel und dem Favoriten aus Karlsfeld mindestens ebenbürtig. Dass für Ahammer vor den zweiten 45 Minuten ein Punktgewinn immer realistischer wurde, war nachvollziehbar.

Einwechslung von Pascal Sattelberger die richtige Entscheidung 

Der ASV-Coach wusste aber nicht, dass seine Karlsfelder Kollegen Sebastian Stangl und Jochen Jaschke mit Pascal Sattelberger noch einen Trumpf im Ärmel hatten. Sattelberger saß zu Spielbeginn nur deshalb auf der Bank, weil der Eintracht am vergangenen Wochenende ein Kunststück gelungen war: In Unterföhring hatte der Spitzenreiter nach einem 0:2-Pausenrückstand noch 5:2 gewonnen – ohne Sattelberger, der für die Partie ausgefallen war. „Wir wollten die Aufstellung und Ausrichtung gegenüber der zweiten Halbzeit in Unterföhring nicht verändern“, erklärte Stangl. Doch die Elf, die beim FCU mit fünf Toren binnen 45 Minuten geglänzt hatte, tat sich schwer. „Wir mussten was tun und haben Pascal eingewechselt. Und damit haben wir voll ins Schwarze getroffen“, sagte Stangl.

Sattelberger stand vier Minuten auf dem Feld, als die Karlsfelder eine Ecke erhielten. Die Nummer 30 der Eintracht ist mit einer exzellenten Schusstechnik ausgestattet. Er zog den Ball scharf auf den kurzen Pfosten auf Michael Dietl, der zum 1:0 einnickte. Vier Minuten später zog Sattelberger nach einem Ballverlust der Gäste ab. Der harte Schuss wurde noch abgefälscht, schlug dennoch sehenswert im ASV-Tor ein. Kurz nach dem Anstoß erarbeiteten sich die Karlsfelder eine Ecke von der anderen Seite. Fitim Raqi flankte ins Zentrum und Markus Huber köpfte zum 3:0 ein (54.). Erlöst waren die Gäste aber immer noch nicht.

Sattelberger mit Vorlage, Traumpass und Tor 

In der 58. Minute spielte Sattelberger einen Traumpass in den Lauf Raqis, der frei vor Dachaus Torhüter Korbinian Dietrich zum 4:0 abschloss. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

Die Dachauer gaben sich trotz der eiskalten Dusche nicht auf, mehr als der Ehrentreffer durch Jonas Dworsky gelang den Gästen aber nicht (58.). Die Eintracht reagierte gefühllos auf das Gegentor und stellte nur eine Minute später auf 5:1 – der Endstand. Den Treffer erzielte Sattelberger mit einem schönen Chip über ASV-Torhüter Dietrich.

Die Eintracht hat ihre kleine Krise von vier sieglosen durch die beiden Kantersiege in Unterföhring und nun gegen Dachau eindrucksvoll zu den Akten gelegt. „Das 1:0 war wichtig, bis dahin war die Anspannung groß. Auch deshalb ist Michael Dietl so wichtig für uns: Er geht da voran“, so Karlsfelds Trainer Stangl über den Schützen des Führungstores. Den Kommentar zu Sattelberger – mit zwei Toren und zwei Assists der überragende Mann auf dem Platz – überließ er der Gegenseite.

„Er hat heute den Unterschied ausgemacht.“

„Wir haben es gut gemacht und waren in der ersten Halbzeit vielleicht sogar besser. Dann wechselten sie Sattelberger ein“, sagte Ahammer, der dessen Auftritt noch einmal Revue passieren ließ: „Der schießt die Standards mit einem Zug, das ist schon extrem stark. Seine Ecke vor dem ersten Tor war kaum zu verteidigen. Seine 2:0 war ein Topabschluss, die Vorlage zum 4:0 ein Traumpass und das 5:1 ein schöner Chip. Er hat heute den Unterschied ausgemacht.“

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld - ASV Dachau 5:1 (0:0)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Thomas Oswald, Robert Zott, Dominik Pöhlmann, Marko Juric (46. Pascal Sattelberger), Fabian Schäffer, Fitim Raqi, Michael Dietl, Lukas Paunert (29. Markus Huber), Martin Schön, Kubilay Celik

ASV Dachau: Korbinian Dietrich, Christian Roth, Korbinian Beck, Mathias Leiber, Dimitrios Papadopoulos, Thomas Rieger, Jonas Dworsky, Leon Schleich (55. Michael Kornprobst), Miridon Rexhepi, Sebastian Mack, Christoph Krüger

Schiedsrichter: Marcel Riedl

Zuschauer: 123

Tore: 1:0 (49.) – Michael Dietl. 2:0 (53.) – Pascal Sattelberger. 3:0 (54.) – Markus Huber. 4:0 (58.) – Fitim Raqi. 4:1 (68.) – Jonas Dworsky. 5:1 (69.) – Pascal Sattelberger.

Moritz Stalter 

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