Nach der Schlappe in Geretsried

Paukenschlag in Eching: TSV trennt sich von Trainer Kalichman

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Willi Kalichman ist seit Montagabend nicht mehr Trainer des TSV Eching.

Die Landesliga-Fußballer des TSV Eching haben sich in den jüngsten beiden Auswärtsspielen als Kanonenfutter präsentiert – jetzt folgte der Donnerschlag. Am Montagabend trennte sich der Verein von seinem Trainer Willi Kalichman. Christian Endlmaier übernimmt das Team bis zum Saisonende.

Eching – Der TSV Eching sprach am Dienstag in Person des Fußball-Abteilungsleiters Marcus Heiss von einer einvernehmlichen Lösung mit Willi Kalichman, der in der vergangenen Saison bereits als Co-Trainer unter Fredi Ostertag gearbeitet hatte. Heiss bedauerte den Schritt: „Der Verein musste leider nach dem Spiel in Geretsried und gerade im Hinblick auf die zwei wichtigen kommenden Heimspiele so reagieren.“ Diese beiden Heimpartien gegen Eintracht Karlsfeld und Chiemgau Traunstein müssen die Zebras erfolgreich gestalten, wenn sie die Relegation um den Klassenerhalt vermeiden wollen.

TSV-Abteilungsleiter Heiss dankte Kalichman dafür, dass er in einer schwierigen Phase die Verantwortung übernommen hatte, und lobte, dass der nun entlassene Trainer viele junge Spieler an die Landesliga herangeführt habe. Er habe immer vollen Einsatz für den Klub gezeigt. Der 52 Jahre alte Christian „Gigi“ Endlmaier ist beim TSV ein bekanntes Gesicht: Er spielte einst für den Verein, als die Landesliga in Deutschland noch die vierthöchste Spielklasse war. In der Bayernliga trainierte er schon mal übergangsweise den FC Falke Markt Schwaben.

„Für mich kam das schon ziemlich überraschend“, betont Spieler und Co-Trainer Florian Bittner. Er hat nun die wichtige Rolle, Endlmaier die Interna des Teams zu erklären. Der neue Coach beginnt nicht bei Null, weil er regelmäßig Zuschauer bei den Echinger Heimspielen und auch auswärts gelegentlich dabei ist. In der ersten Trainingsarbeit des neuen Gespanns wurden viele Spielformen gezeigt, damit sich Endlmaier einen Eindruck von den Spielern machen konnte. Bittner kann die Entscheidung des TSV Eching aber auch nachvollziehen: „So, wie wir uns jede Woche präsentieren, kann es nicht weiter gehen. Gerade das Landshut-Heimspiel hat gezeigt, dass es mit dem Kader gehen kann.“ In solchen Situationen treffe es dann eben den Trainer – das sei „von der Bundesliga bis zur A-Klasse“ so. Die Mannschaft habe diese Entwicklung mit Betroffenheit aufgenommen.

Auch Trainer Willi Kalichman tat die Trennung am Dienstag noch sehr weh. „Für mich war der TSV Eching immer mehr als nur ein Verein“, sagt er. Er mache dem Verein auch keinen Vorwurf, hätte den Umbruch mit der jungen Mannschaft aber gerne fortgeführt. Der 47-Jährige hofft nun jedenfalls auf eine Reaktion der Mannschaft: „Ich wünsche mir und dem Verein, dass jetzt jeder einzelne Spieler kapiert, um was es geht.“ Zum Abschied wünschte er der Mannschaft, dem Verein und auch seinem Nachfolger viel Glück beim Projekt Klassenerhalt in der Landesliga. Willi Kalichman geht enttäuscht, aber als Fan des TSV Eching.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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