Personalnot bei FCP und SVR vor Lokalduell

Penzberg setzt im Derby auf Keeper Neumaier - Raisting gibt sich kämpferisch

Penzberg obenauf: Beim vorerst letzten Aufeinandertreffen im November 2020 behielt der FCP (in grünen Trikots, hier Maximilian Panholzer gegen Timmy Greif) mit 2:1 die Oberhand.
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Penzberg obenauf: Beim vorerst letzten Aufeinandertreffen im November 2020 behielt der FCP (in grünen Trikots, hier Maximilian Panholzer gegen Timmy Greif) mit 2:1 die Oberhand.

Der FC Penzberg und der SV Raisting kämpfen vor dem Lokalderby am Wochenende mit Personalsorgen. Beide Trainer geben sich vor dem Showdown dennoch kämpferisch.

Penzberg/Raisting – Die Beobachtung des Gegners gehört in der Bezirksliga in der Zwischenzeit zur Normalität. Für Martin Wagner, den Coach des FC Penzberg, war die Konstellation optimal, den Auftaktgegner seiner Mannschaft zu beobachten. Sein eigenes Team hatte am ersten Spieltag der Bezirksliga Süd spielfrei. Somit hätte er den SV Raisting, der an diesem Samstag ins Nonnenwaldstadion kommt, gegen den FC Hertha München in Augenschein nehmen können.

Doch daraus wurde nichts: Da die Münchener zur selben Zeit ein Pokalspiel auf dem Programm hatten, wurde die Bezirksliga-Partie gegen Raisting kurzfristig auf 26. August verschoben. „Ich hätte sie eventuell angeschaut, aber auch so weiß ich, dass die Raistinger ein unangenehmer Gegner sind“, berichtet Wagner vor diesem Landkreisderby.

FC Penzberg: Wagner nimmt die Führungsspieler in die Pflicht

Ob es auf natürlichem Grün oder auf Kunstrasen gespielt wird, ist indessen noch offen. Das hängt laut Wagner vom Wetter ab, „wir würden lieber auf dem großen Rasenplatz spielen“, sagt Wagner, dessen Elf ihr letztes Testspiel vergangene Woche beim Kreisligisten DJK Waldram mit 3:2 gewonnen hat. „Da sind wir aber in der zweiten Hälfte eingebrochen und hätten auch verlieren können“, erkannte Wagner erneut eine stark schwankende Leistung bei seiner Mannschaft. Auch in der Vorbereitung taten sich die Penzberger sehr schwer. „Jetzt sind die Führungsspieler gefordert – und sie werden auch liefern“, ist Wagner überzeugt. Die Testspiele will er nicht überbewerten.

Gleiches gilt auch für die Raistinger, die zuletzt beim Kreisliga-Aufsteiger TSV Utting mit 2:3 verloren. „Mir wäre natürlich ein positives Ergebnis lieber gewesen, aber die Niederlage war unserer Personallage geschuldet“, so SVR-Coach Johannes Franz, der quasi mit dem letzten Aufgebot in Utting antrat, da sein ursprünglicher 23-Mann-Kader inzwischen ordentlich geschrumpft ist.

„Wir fahren da hin, um zu gewinnen.“

Johannes Franz, Trainer des FC Penzberg.

In Penzberg wird er vermutlich nur 15 fitte Spieler, davon zwei Torleute zur Verfügung haben. Sechs Verletzte, zwei Urlauber und hinter dem angeschlagenen Kapitän Viktor Neveling ein großes Fragezeichen: „Da wird es in Penzberg eine ganz schwierige Aufgabe“, so die Einschätzung von Franz, der dennoch nicht vorzeitig die Flinte ins Korn wirft. „Wir fahren da hin, um zu gewinnen“, haben er und sein Team sich vorgenommen. Was er unbedingt vermeiden will, ist ein derart katastrophaler Start wie in der vergangenen Saison. Damals gelang den Raistingern erst am achten Spieltag der erste Sieg.

Die Penzberger waren damals besser aus den Startlöchern gekommen, doch das interessiert heute keinen mehr. Aktuell müssen sie ebenfalls einige Ausfälle wegstecken. Zwei Urlauber hatte Wagner bereits einkalkuliert. Dazu kamen aber mit Sabir Neziri und Andreas Schneeweiß kurzfristig noch zwei verletzte Spieler, die er für die Startelf eingeplant hatte. „Jetzt muss ich mit der Aufstellung etwas jonglieren“, so Wagner, der vermutlich zwei junge Neuzugänge ins kalte Wasser werfen wird. Mit Sicherheit wird ein Jungspund das Tor hüten: Der FC-Trainer schenkt gegen den SV Raisting Korbinian Neumaier das Vertrauen. (Roland Halmel)

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