Jetzt ist es amtlich

Schmidt wird Trainer des TSV Gilching

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Freut sich auf seine neue Aufgabe: Peter Schmidt wird Trainer des TSV Gilching.

Jetzt ist alles in trockenen Tüchern: Peter Schmidt wird im Sommer neuer Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Gilching-Argelsried. Er tritt in die großen Fußstapfen von Dauerbrenner Wolfgang Krebs.

GilchingPeter Schmidt war in den vergangenen Wochen oft vor dem PC gesessen. Dabei lief meist Fußball auf dem Bezahlsender DAZN, der nur über das Internet empfangbar ist. „Ich habe dabei dieses Kribbeln und die Lust auf eine neue Aufgabe verspürt“, erzählt der seit Sonntag 36 Jahre alte Fußballtrainer.

Im Sommer musste Schmidt überraschend beim Landesligisten FC Deisenhofen gehen, obwohl dieser unter ihm in drei Spielzeiten stets gut abgeschnitten hatte. Im ersten Jahr war Schmidts Team sogar erst in der Relegation zur Bayernliga knapp am SV Erlbach gescheitert. „Ich habe einige Stimmen aus dem Umkreis gehört, die bis heute nicht verstehen, wieso Schmidt gehen musste“, sagt Stefan Schwartling, Fußball-Abteilungsleiter des TSV Gilching-Argelsried. Im Endeffekt war die Entscheidung der Deisenhofener jedoch ein Glücksfall für die Gilchinger, die seit einigen Wochen nach einem Nachfolger für den im Sommer aufhörenden Wolfgang Krebs fahndeten. „Bei Schmidt war mein Gefühl schon nach dem ersten Treffen sehr gut“, verrät Schwartling. Als auch sein Vertreter Andreas Staude Schwartlings Meinung teilte, war klar: Schmidt soll beim TSV ein neues Kapitel aufschlagen.

Der 36-Jährige war ebenfalls von den Voraussetzungen an der Talhofstraße begeistert. „Mit seiner großen Jugendabteilung und den vielen Plätzen hat der TSV riesiges Potenzial“, sagt Schmidt. Allein die Geburt des zweiten Sohnes Ole Mitte Januar ließ den Übungsleiter noch etwas zögern. Ende der Woche wird Schmidt seine Unterschrift unter den Vertrag setzen.

Schwartling hat klare Vorstellungen, wie es unter dem neuen Trainer weitergehen soll, am besten natürlich nach geschafftem Landesliga-Klassenerhalt. „Alte Verdienste werden nicht mehr zählen, und für jeden Spieler wird es dann bei Null losgehen“, stellt Schwartling klar. Er wünscht sich zudem, dass Schmidt einen Umbruch vorantreibt. „Es werden sicher neue Spieler dazukommen, die den anderen Druck machen“, verkündet er.

Gerade im vergangenen Sommer war Schwartling mit der Trainingseinstellung einiger arrivierter Spieler, aber auch von vielen Nachwuchsakteuren nicht einverstanden. Schmidts Meinung passt perfekt dazu: „Wir müssen es weiter ausnutzen, dass im Umkreis in den vergangenen Jahren durch die Niedergänge von Fürstenfeldbruck und Starnberg ein Vakuum entstanden ist“, fordert Schmidt. Dazu stehe die Förderung des eigenen Nachwuchses im Vordergrund. „Die A-Jugend muss höher spielen, sonst ist der Sprung zu den Herren für viele zu groß. Zudem sollte die zweite Mannschaft bald möglichst in die Kreisliga aufsteigen“, sagt der gebürtige Jenaer, der den Großteil seiner Jugend in Berlin verbrachte. Als es ihn aufgrund seines Studiums nach Bayreuth verschlug, übernahm er immer mehr Verantwortung im Trainerbereich. „Ich habe bereits 2006 den A-Trainerschein gemacht“, sagt Schmidt.

Seine aktive Karriere beendete er wegen einiger Knieverletzungen frühzeitig während seiner Zeit beim oberfränkischen TSV Neudrossenfeld. Dort übernahm Schmidt auch seine erste Aufgabe als Trainer im Herrenbereich und führte die Mannschaft in die Bayernliga. Doch da er aus beruflichen Gründen längst in den Süden Bayerns gezogen war, endete seine Aufgabe beim TSV. Beim FC Deisenhofen feierte Schmidt zunächst Erfolge im Jugendbereich. Im Sommer 2015 übernahm er die Herrenmannschaft des FCD. In wenigen Monaten wird der 36-jährige Familienvater beim TSV übernehmen. „Ich werde mich bis dahin im Hintergrund halten. Wenn ich Gespräche führe, zum Beispiel mit dem Trainer der zweiten Mannschaft Robert Brand, dann ist Krebs immer informiert“, sagt Schmidt.

Der Gymnasiallehrer in St. Ottilien ist vor kurzem nach Eresing gezogen. „Das war auch ein Grund, warum ich jetzt den TSV trainiere. Der Weg ist nicht so weit, wie wenn man irgendwie durch München kurven muss“, sagt Schmidt, der neben Ole mit seiner Frau noch einen weiteres Sohn (Anton) hat. Ob der Pädagoge allerdings wie sein Vorgänger mehr als zehn Jahre bleibt, glaubt er nicht: „Dazu ist die heutige Zeit eigentlich zu schnelllebig.“

Quelle: Merkur.de

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