BCF vor Pflichtsieg gegen Haching II

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Für mehr Attraktivität auf dem Platz sollen die BCF-Kicker um (v.?li.) Vincenzo Potenza, Oskar Kretzinger und Mitch Rödl nach Wunsch von Trainer Reiner Leitl sorgen.

BCF Wolfratshausen - BCF-Trainer Leitl möchte von seinem Team attraktiven Fußball gegen Unterhaching II sehen.

Sprunggelenksbeschwerden sind eine unangenehme Sache. Diesmal ist allerdings kein Fußballer, sondern Reiner Leitl selbst der Leidtragende. Der Cheftrainer des BCF Wolfratshausen fand sich gestern zur Kernspintomographie ein. Auf die scherzhafte Nachfrage, „Spielst Du nicht gegen Haching“, entgegnete Leitl nicht minder launig: „Könnte knapp werden.“ Dabei wäre das Gastspiel der Unterhachinger Reserve am heutigen Samstag im Isar-Loisach-Stadion (14 Uhr) für den 55-Jährigen die Gelegenheit schlechthin, noch einmal die Fußballschuhe zu schnüren. Denn das, was der Unterbau des einstigen Bundesligisten derzeit so abzieht, ist fast schon peinlich. Bei der historischen 0:11-Klatsche zuletzt gegen den TSV Rain umfasste die Hachinger Belegschaft ganze zehn Spieler – Torwart eingeschlossen. Mit Blick auf die Erste Mannschaft lässt sich bei der SpVgg eine gewisse Endzeitstimmung nicht wegdiskutieren. Eigentlich müsste die Spielvereinigung heute mit der Bahn anreisen. Auf dem Abstellgleis steht sie nämlich schon: Die Zweite Mannschaft wird zum Saisonende ohnehin abgemeldet.

Leitl attestiert dem heutigen Gast eine „schwierige Rolle“ in der Liga. Es sei schade, dass dort alles „so vonstatten“ gehe. Immerhin kickte Leitl einst selbst bei den Münchner Vorstädtern. Doch umgehend kehrt der Übungsleiter zum Pragmatismus zurück. Letztlich sei ihm das Schicksal des Ex-Klubs aber egal. Was zählt, ist der BCF. Und dessen erstürmte Ausbeute kann sich sehen lassen: 40 Punkte sieben Spiele vor Saisonende sind für Farcheter Verhältnisse ein überragender Wert. Leitl spricht von einer „guten Ausgangsposition“, die man sich geschaffen habe. Nach praktisch vollzogenem Klassenerhalt sei es nun an der Zeit „unsere Heimsituation zu verbessern“. Soll heißen: Uninspirierte Auftritte wie jüngst gegen Sonthofen möchte Leitl der meist überschaubaren, aber doch treuen Anhängerschar nicht mehr bieten. Ab heute solle die „spielerische Linie“ mehr zur Geltung kommen. Was sich auf dem Rasenplatz, auf dem die Farcheter heute Premiere feiern, natürlich auch besser umsetzen lässt. Überhaupt fordert der 55-Jährige seine Kicker auf, für mehr Attraktivität zu sorgen. Es brauche Strafraumsituationen, Torabschlüsse und Zweikämpfe. „Alles, was den Fußball eben interessant macht.“ Seinen Beitrag dazu leisten will auch Michael Marinkovic. Der Winterzugang und Schütze des Siegtores in der Vorwoche darf gegen seinen Ex-Verein von Beginn an ran.

BCF Wolfratshausen: Kluge – Guéye, Misirlioglu, Potenza, Müller, Kasperek, Rödl, Dzaferovic, Pummer, Lehr, Marinkovic – Wernthalter, Rauch, Akgün, Catal, Duswald, Kretzinger

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Quelle: fussball-vorort.de

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