Pipinsried entzaubert den Bayernliga-Primus

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Infusion auf dem Spielfeld: FC-Torwart Stefan Held verletzte sich beim Aufwärmen an der Schulter. Danach kollabierte er und wurde sicherheitshalber an den Tropf gelegt.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried steht in der zweiten Hauptrunde des bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs. Die Elf von Coach Strobl musste vor Spielbeginn allerdings eine Schrecksekunde überstehen.

Der Tabellendritte der Bayernliga Süd bezwang gestern Abend vor 420 Zuschauern in der FCP-Arena den Bayernliga-Spitzenreiter TSV Rain mit 3:1 (1:0).

Das Pokal-Intermezzo begann für den FC Pipinsried mit einem Schock: Beim Aufwärmen fiel Torwart Stefan Held so unglücklich auf die Schulter, dass diese aus dem Gelenk sprang. So musste Stammkeeper Tobias Antoni, dem FCP-Spielertrainer Tobias Strobl eigentlich eine Pause gönnen wollte, doch ran.

Auf der Gegenseite stand natürlich Bayernliga-Torjäger Sebastian Kinzel im Blickpunkt. Beobachter einiger höherklassig spielender Vereine saßen auf der Tribüne, u.a. Unterhachings Manni Schwabl. Der Goalgetter, Sohn des einstigen Pipinsrieder Landesliga-Stürmers Gerhard Kinzel, hat erst kürzlich für Aufsehen gesorgt, als er im Bayernliga-Auswärtsspiel beim TSV 1865 Dachau fünf der sechs Rainer Treffer markierte. Die Pipinsrieder erwischten den besseren Start. Die erste Chance vergab Strobl, sein Freistoß strich knapp am Tor vorbei (13.), doch wenig später brachte Dominic Wünsch den FCP nach einer flotten Kombination mit 1:0 in Führung (18.). Auch Chance Nummer drei hatten die Pipinsrieder, Kubica setzte die Kugel über das verwaiste Tor (25.). Erst danach kam auch der TSV Rain zur ersten Chance. Nach einer Ecke verfehlte Torwart Antoni den Ball. Fabian Triebel konnte die Möglichkeit aber nicht nutzen, der abgefälschte Ball strich knapp am Tor vorbei (29.). Die letzte Chance vor der Pause hatte Pipinsried, der von Kubica eingesetzte Armin Lange setzte das Spielgerät in der 33. Minute über den TSV-Kasten.

Die Halbzeitführung des FC Pipinsried ging in Ordnung. Rain hatte etwas mehr Spielanteile, doch die klareren Möglichkeiten boten sich den FCP-Kickern.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste aus Rain kein Mittel gegen die sicher stehende Pipinsrieder Hintermannschaft. Bezeichnend: In der 54. Minute versuchte es Sebastian Kinzel aus 35 Metern, die Kugel landete im vierten Stock...

Besser machten es die Hausherren. Nach Arthur Kubicas Treffer zum 2:0 (59.) zweifelte in der FCP-Arena niemand mehr am Weiterkommen des Dachauer Landkreisteams. Wenig später hätte Kubica schon alles klar machen können. Ein Spieler aus Rain rettete zur Ecke, der anschließende Kopfball von Dominic Wünsch prallte an den linken Innenpfosten (64.). Eine knappe Viertelstunde später machte es Wünsch besser, nach einer Flanke des FCP-Jokers Dominik Schön sorgte die Nummer 16 des FC Pipinsried per Kopf für die endgültige Entscheidung (3:0/78.). Zwei Minuten nach dem Rainer Anschlusstreffer (Triebel/86.) kam Kinzel zu seiner ersten Chance, doch auch die konnte der von Maximilian Zischler abgemeldete Torjäger nicht nutzen...

Stenogramm

FC Pipinsried - TSV Rain 3:1 (1:0):

FC Pipinsried: Tobias Antoni, Andreas Schuster, Maximilian Zischler, Arthur Kubica, Manuel Eisgruber (72. Serge Yohoua), Armin Lange (71. Dominik Schön), Martin Finkenzeller, Dominic Wünsch, Andreas Götz, Tobias Strobl (80. Sebastian Fischer), Peter Herger

TSV Rain: Kevin Maschke, Matthias Kühling (75. Simon Schröttle), Fabian Triebel, Tobias Jorsch (84. Den Lovric), Sebastian Mitterhuber, Sebastian Kinzel, Mariusz Suszko, Dominik Bobinger, Sebastian Habermeyer, Johannes Nießner (46. Marco Friedl), Matthias Riedelsheimer

Schiedsrichter: Thomas Färber

Zuschauer: 420

Tore: 1:0 (18.) – Ein langer Ball landet über Andreas Schuster und Manuel Eisgruber bei Arthur Kubica. Letzterer behält die Übersicht, er legt quer zu Dominic Wünsch, der aus acht Metern einlocht. 2:0 (59.) – Der per Lupfer von Peter Herger angespielte Manuel Eisgruber lässt den Ball clever durch. Arthur Kubica schaltet am schnellsten und vollendet aus kurzer Entfernung. 3:0 (78.) – Nach einer Flanke des kurz zuvor eingewechselten Dominik Schön staubt der am langen Pfosten lauernde Dominic Wünsch ab. 3:1 (86.) – Ergebniskosmetik, Fabian Triebel verkürzt per Kopf nach einer Ecke von Mariusz Suszko.

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Quelle: fussball-vorort.de

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