Der FCP kommt trotzdem nicht vom Fleck

Pipinsried erkämpft sich mit Glück und Geschick ein 0:0

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Kraftpaket Serge Yohoua konnte sich gegen die spiel- und kampfstarken Rosenheimer nicht immer entscheidend durchsetzen.

FC Pipinsried – Ein Punkt ist besser als kein Punkt, aber die La-Ola-Welle hat das 0:0 des FC Pipinsried im Heimspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim in der FCP-Arena gestern nicht ausgelöst.

Immerhin, der Verein aus dem Landkreis Dachau hat nach Punkten zum zuletzt anhaltend erfolglosen Rivalen aus der Großen Kreisstadt aufgeschlossen. Der FC Pipinsried und der TSV 1865 Dachau stehen nun mit jeweils 32 Zählern auf zwei der vier Abstiegs-Relegationsplätzen der Bayernliga Süd.

Die Rosenheimer erwischten in Pipinsried den besseren Start, schon nach 180 Sekunden hätte der TSV in Führung gehen können. Erst wehrte FCP-Schlussmann Kevin Maschke einen Schuss von Danijel Majdancevic ins Toraus ab. Die folgende Ecke führte Sascha Marinkovic aus. Der Ball kam zu Sebastian Weber, dessen Schuss ganz knapp über das Pipinsrieder Tor strich. Der Aufstiegsaspirant aus Rosenheim kam in der ersten Viertelstunde noch zu einer weiteren Torchance, diesmal bereiteten die Pipinsrieder die Möglichkeit durch einen dummen Ballverlust von Andreas Götz im Mittelfeld selbst vor. Josip Tomic zog aus 22 Metern ab, doch Maschke reagierte blitzschnell und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch an den linken Pfosten (12.).

Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wirkten die Gäste aus Rosenheim schneller, fitter, zweikampfstärker – kurzum: präsenter. Der größte Erfolg des FC Pipinsried war der Spielstand zur Pause: 0:0.

Die Pipinsrieder Spitzen Manuel Eisgruber und Serge Yohoua konnten einem fast ein wenig leid tun. Sie wirkten aufmerksam, lauerten auf ihre Chance, kamen aber nicht auf Touren, weil von hinten kaum etwas brauchbares noch vorne befördert wurde.

So hoffte man im Pipinsrieder Lager, dass vielleicht eine Standardsituation zum Erfolg führen könnte. Nach einer knappen Stunde entschied der Referee auf Freistoß für Pipinsried, doch Thomas Bergers Schuss aus 25 Metern war eine sichere Beute für den aufmerksamen Rosenheimer Keeper Dominik Süßmaier.

Die beste Chance für Rosenheim in einem faden zweiten Durchgang hatte Josip Tomic, er traf in der 65. Minute aus 16 Metern nur die Latte des Pipinsrieder Kastens.

„Heute hatten wir endlich einmal das Glück, das uns zuletzt so oft im Stich gelassen hat“, freute sich FCP-Coach Bernd Weiß nach dem erlösenden Schlusspfiff. „Rosenheim war unser bislang stärkster Gegner, aber weil unsere Jungs die letzten Reserven mobilisiert haben, sind wir ungeschlagen vom Platz gegangen. Wir haben heute gekämpft wie die Löwen, und das ist mit einem Punkt belohnt worden.“  

Stenogramm

FC Pipinsried – TSV 1860 Rosenheim 0:0

FC Pipinsried: Kevin Maschke, Thomas Berger, Denny Herzig, Ruben Popa (66. Zelimir Tosic), Manuel Eisgruber, Serge Yohoua (89. Nickoy Ricter), Armin Lange, Martin Finkenzeller, Andreas Götz, Markus Achatz, Emre Arik (76. Jan Penic)

TSV 1860 Rosenheim: Dominik Süßmaier, Markus Wallner, Georg Lenz, Linor Shabani (84. Johannes Zottl), Raphael Obermair, Sascha Marinkovic (61. Philipp Maier), Christoph Wallner, Danijel Majdancevic, Sebastian Weber, Josip Tomic (77. Egehan Caner), Valentin Hauswirth

Schiedsrichter: Philipp Götz

Zuschauer: 150

Tor: Fehlanzeige

Text: ro/ge

Quelle: fussball-vorort.de

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