Wieder nur Unentschieden

Pipinsried kassiert Ausgleich in der Nachspielzeit

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Unentschieden trennten sich die Teams aus Bogen und Pipinsried (im Bild Stefan Meyer und Markus Achatz).

FC Pipinsried – Zwar hat der FC Pipinsried im Bayernliga-Spiel beim TSV Bogen die torlose Zeit und auch die lange Serie ohne Punktgewinn beendet, aber wirklich zufrieden war man beim FCP nach dem 1:1-Unentschieden beim bisherigen Tabellennachbarn nicht.

Der Grund: Der Dreier schien schon in trockenen Tüchern, ehe den Hausherren in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleichstreffer gelang. Nach dem Remis in Bogen verharrt der FC Pipinsried weiter auf einem der vier Relegationsabstiegsplätze der Gruppe Süd.

Die Bogener erwischten im Kellerduell der Bayernliga Süd den besseren Start, sie knüpften in den ersten 25 Minuten an die Leistung des Spieles gegen den BCF Wolfratshausen eine Woche zuvor an, das sie mit 5:1 gewonnen hatten.

Die wenigen Torannäherungen der Gastgeber blieben allerdings ohne Ertrag, und so fand nach einer knappen halben Stunde auch der FC Pipinsried in die Partie. Die erste Torchance für den FC Pipinsried war gleich eine Hundertprozentige. Nach einem Zuspiel von Armin Lange ging der ebenfalls in die Startelf zurückgekehrte Philip Grahammer im Bogener Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Jonas Beinhofer zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt.

„Ich weiß nicht, ob es ein Foul war“, kommentierte FCP-Sprecher Roland Küspert die Situation nach dem Schlusspfiff. Am Ende sollte diese Frage jedoch keine Antwort benötigen. Der gefoulte Grahammer legte sich das Spielgerät selbst zurecht, scheiterte mit seinem Schuss in die rechte untere Ecke aber an TSV-Schlussmann Waldemar Trozenko.

Acht Minuten später vereitelte Trozenko eine weitere FCP-Torchance, Manuel Eisgruber hatte es mit einem Schuss aus etwa 18 Metern probiert, doch der TSV-Keeper tauchte erneut in die rechte Ecke ab und parierte.

Nach dem Seitenwechsel durfte der FCP dann endlich mal wieder jubeln. Nach einer Ecke von Andreas Götz stand FCP-Innenverteidiger Denny Herzig völlig frei am Fünfer der Bogener, er drückte das Leder mit dem Fuß über die Linie.

In der Folgezeit verpassten es die Pipinsrieder, nachzulegen und die Weichen auf Sieg zu stellen. Gleich mehrmals standen FCP-Akteure im Abseits – oder der finale Pass kam nicht an den Mann.

So zitterte sich der mitgereiste FCP-Anhang in die Nachspielzeit – und dann passierte es: Nach einem weiten Ball tauchte Sebastian Pleintinger völlig blank vor dem FCP-Gehäuse auf. Pipinsrieds Schlussmann Kevin Maschke konnte sich nicht entscheiden, ob er aus seinem Tor kommen sollte oder nicht, und so beförderte Sebastian Pleintinger den Ball via Hinterkopf ins Pipinsrieder Tor.

Während die Bogener jubelten, haderten die Pipinsrieder wieder einmal mit Fortuna. FCP-Coach Bernd Weiß zeigte sich nach dem späten Ausgleichstreffer verärgert: „Der Ausgleichstreffer in der letzten Spielminute, das ist einfach sehr bitter. Da müssen wir vorher einfach klarer spielen und das 2:0 machen. Das waren wieder zwei verschenkte Punkte. Beim Elfmeter war ich überrascht, dass Philip Grahammer ihn geschossen hat, aber er war sich sicher und somit müssen wir das akzeptieren. Wir waren spielerisch überlegen, haben aber den letzten Pass nicht an den Mann gebracht, das war das Problem.“

Am Rande des Bogen-Spiels wurde bekannt, dass ein weiterer Stammspieler den FC Pipinsried im Sommer verlassen wird. Top-Goalgetter Manuel Eisgruber wechselt im Sommer zum VfR Garching (Bericht folgt).

Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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