FC Pipinsried lässt es nach der Pause dreimal krachen

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Gutes Auge: Pipinsrieds Sebastian Fischer verwandelte nach einer Stunde einen Freistoß aus 20 Metern direkt.

FC Pipinsried – Der FC Pipinsried mischt in der Bayernliga Süd weiter ganz vorne mit. Auch beim Auswärtsspiel in Landsberg ließen die Kicker aus dem Dachauer Hinterland nichts anbrennen, sie gewannen die Partie mit 4:1 (1:1)

FCP-Präsident Konrad Höß konnte sich dennoch nur bedingt über den Dreier seiner Mannschaft freuen. „Auch wenn das Ergebnis gepasst hat – ich war ansonsten überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten eine ganz hohe Fehlerquote in unserem Spiel. Zum Glück konnte der Gegner diese nicht ausnutzen. Ich will gar nicht darüber nachdenken was passiert wäre, hätten die Landsberger konsequenter agiert.

Auch wenn der gegnerische Trainer (Anm.d.Red: Sven Kresin) gesagt hat, wir spielten in einer anderen Welt als seine Mannschaft, ich sehe das nicht so positiv. Für mich war das nicht das Gelbe vom Ei, was wir in Landsberg geboten haben.“ Der FC Pipinsried musste verletzungsbedingt umstellen. So rückte Maximilian Zischler auf die Position von Christian Adrianowytsch, der sich im Landkreisderby gegen den TSV 1865 Dachau eine schwerere Verletzung im Knie zugezogen hat als zunächst angenommen. „Er hat sich den Meniskus gequetscht und zudem ist auch noch Blut ins Kreuzband gelaufen. Ich rechne mit einer Pause von sechs bis sieben Wochen“, erklärte FCPVorturner Tobias Strobl. Auch Konrad Höß fiel dieser Ausfall im Spiel seiner Mannschaft extrem auf: „Der Adrianowytsch hat uns in der Defensive schon sehr gefehlt. Das war ja, als wenn man nur mit einem Bein spielt.“

Für Zischler liefen Spielertrainer Tobias Strobl und Sebastian Fischer auf der Doppelsechs auf. In der vorderen Offensivreihe bekam neben Kapitän Dominik Schön und Junis Ibrahim Pipinsrieds Thomas Berger seine Chance in der Startelf. „Thomas hat nicht sein bestes Spiel gemacht, aber das ist normal. Wir spielen ein anderes System und er auf einer anderen Position als noch im vergangenen Jahr. Das braucht seine Zeit. Er hat mit seinem Pass zum spielentscheidenden 3:1 eine sehr gute Aktion gehabt und das sollte ihm auf für den Sonntag gegen Vilzing auftrieb geben“, so FCP-Spielertrainer Tobias Strobl. Im ersten Durchgang versuchten die Landsberger vorzugsweise mit langen Bällen zu agieren. Pipinsried hingegen spielte etwas zu überhastet, so fehlte meist die letzte Konsequenz in der Offensive. Nach einem verwandelten Foulelfmeter von Sebastian Strohhofer nach einem Foul von Thomas Berger kamen die Pipinsrieder praktisch mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich durch Serge Yohoua. Höß, der gerade im ersten Durchgang immer wieder lautstark seine Meinung zum Besten gab, musste sich in der Halbzeit mit seinem Spielertrainer Tobias Strobl auseinandersetzen.

„Das war keine große Sache wir haben ganz normal miteinander geredet. Ich denke, wir haben jetzt mit 13 Punkten aus fünf Spielen einen sehr guten Start gehabt, da brauchen wir keine Unruhe in die Mannschaft bringen. Aber zwischen Conny und mir gibt es keinerlei Differenzen“, so der FCP-Spielertrainer. „Mir liegt der Verein einfach sehr am Herzen und ich kann dann einfach nicht ruhig bleiben, wenn mich etwas aufregt“, so Höß. Dennoch zog der FCP-Präse seine Lehren aus dem Landsberg-Spiel: „Ich sehe das immer sehr kritisch und in den nächsten Wochen werde ich mir die Auswärtsspiele wohl eher nicht anschauen.“ Im zweiten Durchgang übernahm der Klub von der Dachauer Landkreisgrenze dann zunehmend die Spielkontrolle.

„Das hat dann schon besser ausgesehen. Wir haben das Spiel kontrolliert und mit den Treffern zum 2:1 und 3:1 die Partie entschieden“, so Strobl. Den Schlusspunkt setzte Giovanni Goia in der Nachspielzeit. Tobias Strobl war nach dem Spiel durchaus zufrieden: „Ich glaube, gerade aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung. Auch wenn er vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Nun können wir mit einem Heimsieg gegen Vilzing die englische Woche optimal abschließen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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