Pipinsried: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

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Hackentrick: Tobias Strobl versucht, FCI-Keeper Florian Preusser und Verteidiger Michael Ott zu verblüffen.

FC Pipinsried - Die Kicker des FC Pipinsried haben ihre Partie gegen den FC Ismaning zwar mit 2:0 (0:0) gewonnen, zum Direktaufstieg in die Regionalliga hat es aber nicht gereicht, weil der VfR Garching den SV Raisting mit einem 4:1 in die Sommerpause geschickt hat. Am Dienstag kommt der TSV 1860 Rosenheim nach Pipinsried.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Selten traf diese alte Sepp-Herberger-Weisheit so zu wie an diesem sonnigen Samstag Nachmittag in Pipinsried. Die Gelb-Blauen hatten ihre Gäste aus Ismaning nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit 2:0 (0:0) verputzt. Platz drei der Bayernliga-Abschlusstabelle war damit gesichert. „Vor Eichstätt“, wie Tobias Strobl besonders betonte.

Schon wenige Minuten nach dem Abpfiff war auch das Ergebnis aus Garching bekannt: Die Weber-Truppe hatte sich mit einem 4:1-Sieg gegen Raisting die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

Doch wie geht es weiter? Eines war klar: Am Dienstag Abend steht das erste Relegationsmatch, ein Heimspiel, an. Gegen den Regionalliga-15. oder 16., also gegen den TSV 1860 Rosenheim oder den 1. FC Schweinfurt 05. Die Auslosungen gingen am Sonntag über die Bühne: Der Gegner heißt Rosenheim (Anpfiff: 18.30 Uhr). Rückspiel: Freitag, 31. Mai, 18.30 Uhr. Konrad Höß trocken: „Gegen jeden Regionalligisten müssen wir uns gewaltig steigern.“

Dabei war es gar nicht so schlecht, was die Truppe um den Spielertrainer zuvor geboten hatte. Vor der Pause zum Beispiel viele Tiki-Taka-Kombinationen. Strobl, Schön, Goia, Ibrahim und Co – sie alle schoben sich munter den Ball hin unter her. Bevorzugt durch die Mitte, am liebsten bis zum Fünf-Meter-Raum. Natürlich blieben sie dabei immer wieder im dichten 4-4-2 oder 4-5-1 der Ismaninger hängen. Und natürlich meldete sich eine mahnende Stimme von Außen: „Abschluss, sucht doch mal den Abschluss!“. Allein der Mann für den letzten Ball fehlte: Michael Holzhammer hatte sich am Donnerstag im Training verletzt und wurde geschont, Serge Yohoua saß einfach so auf der Bank.

Einige unkonventionelle Szenen sorgten dennoch für Aufsehen: wie die präzisen 40-Meter-Diagonalpässe von Sebastian Fischer oder auch seine Distanzschüsse (18./31./45.), sowie eine 35-Meter-Bogenlampe von Tobias Strobl, mit der der Coach fast FCI-Schlussmann Florian Preußer düpiert hätte; der 23-Jährige rettete im Rückwärtslauf (30.). Ismaninger Chancen bis zur Pause: Null. Vom Ex-Pipinsrieder Fernando Ernesto war praktisch nichts zu sehen. Beides hatte auch mit dem von Strobl angekündigten „Männerfußball“ zu tun, den vor allem Max Zischler und Christian Adrianowytsch praktizierten.

Nach dem Seitenwechsel fand das Spiel des FCP ein Ziel. Dessen Name lautete: Serge Yohoua. Das Kraftpaket von der Elfenbeinküste ließ sich von seinen jugendlichen Gegenspielern nicht beirren und setzte sich konsequent durch – am Boden und in der Luft; zum Beispiel nach einer Flanke von Martin Finkenzeller (53.).

Drei Minuten später konnte der Strahlemann ausgiebig jubeln, er hatte den Führungstreffer erzielt (1:0/57.). Damit war die Sache gegessen. Von den Ismaningern war nicht mehr viel zu sehen.

In der letzten halben Stunde durfte Arthur Kubica noch ein bisschen unter Wettkampfbedingungen üben. Dominic Wünsch setzte den Schlusspunkt (2:0/85.).

FCI-Coach Xhevat Muriqi meinte nur: „Ein verdienter Sieg für Pipinsried. Uns fehlte im Sturm Malcom Olwa-Luta.“ Sein Gegenüber Tobias Strobl freute sich, „dass wir zu Null gespielt haben.“ Den Dienstagsgegner TSV 1860 Rosenheim kommentierte er nur knapp: „Ein Team mit Stärken und Schwächen. Wir sind auf jeden Fall nicht chancenlos.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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