Pipinsried ohne Spielertrainer nach Landshut

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In der vergangenen Saison Dreh- und Angelpunkt im Match gegen die SpVgg Landshut: Heute muss FCP-Spielertrainer Tobias Strobl allerdings zuschauen.

FC Pipinsried - Zum Auftakt der Bayernliga-Saison 2014/2015 heißt es für den FC Pipinsried: ab nach Niederbayern. Denn ihre Premiere müssen die Gelb-Blauen bei der „Spiele“ aus Landshut absolvieren. Dort treffen sie auf einen Coach, der im Dachauer Land wohl bekannt ist. Nur einer darf nicht mitkicken: Tobias Strobl.

Der FC Pipinsried sieht sich gut gerüstet für den Saisonstart. Um 15 Uhr feiern die Gelb-Blauen ihren ersten Liga-Auftritt bei der SpVgg Landshut. „Alle freuen sich, dass es los geht“, erklärt der Pipinsrieder Präsident Konrad Höß; sein Spielertrainer Tobias Strobl pflichtet ihm bei: „Die Mannschaft ist heiß und will endlich um Punkte spielen.“

Die Strobl-Crew erzielte in der Vorbereitung respektable Ergebnisse gegen höherklassige Teams – ein 2:2 beim Regionalligisten SV Heimstetten und ein 2:3 gegen deren Spielklassenkollegen VfR Garching sowie die 2:3-Gala-Vorstellung gegen die Drittliga-Crew der SpVgg Unterhaching. „Wir waren immer mindestens auf Augenhöhe“, lobt Höß. Aber natürlich hat der 73-Jährige auch ein Haar in der Suppe gefunden: „Wir haben zu viele Fehler gemacht und wurden dafür jeweils bestraft.“ Im Gegensatz zum Match gegen den Bezirksligisten SV Manching, gegen die sich der SVP locker mit 4:0 durchgesetzt hatte. Trotz einer löchrigen Defensive.

Die große Frage ist nun: Wo steht der FCP in der Bayernliga-Hierarchie? Strobl meint: „Mir ist nicht bange. Unser Kader ist stärker als vor einem Jahr.“ Als der FCP immerhin Dritter wurde.

Ein Gewinner der Vorbereitung ist ohne Zweifel der 19-jährige Peter Herger, der vom FC Augsburg ins Dachauer Hinterland wechselte. Aber auch Andreas Schuster (zuvor VfB Eichstätt), Thomas Berger (FC Gerolfing, früher FC Ingolstadt) sowie Armin Lange (SC Fürstenfeldbruck) haben sich gut präsentiert. Und nicht zuletzt Manuel Eisgruber (SV Sulzemoos). „Er ist ein echter Stürmer“, lobte Strobl den 25-Jährigen. „Er taucht plötzlich in Räumen auf, wo man ihn nicht erwartet.“ Eisgrubers einziges Manko in den vergangenen Wochen: Er hat noch nicht getroffen. „Aber das kommt schon“, ist sich sich sein Trainer sicher. Es könnte gut sein, dass Strobl den Ex-Sulzemooser für das heutige Landshut-Match als Joker einsetzt.

Der Übungsleiter hat Respekt vor der „Spiele“, wie die Landshuter Spielvereinigung genannt werden: „Ein sehr unangenehmer und kampfstarker Gegner. Mit einem neuen Trainer und vielen jungen Spielern werden sie hoch motiviert ins Match gehen.“ Der neue Mann auf der Landshuter Bank heißt Heiko Plischke. Ein DFB-A-Lizenzinhaber, der zuvor unter anderem rund zehn Jahre in der Junioren-Abteilung des TSV 1860 München als Fußball-Lehrer tätig war. Mehrfach war der gebürtige Sachse mit seinen Teams Gast im Dachauer Land, zum Beispiel bei den Hallenturnieren der JFG TaF Glonntal. Plischke betreute damals die D- und C-Jugendteams der Junglöwen, später coachte er die B-Jugend-Regionalliga-Truppe der Sechziger. In Landshut wird es Plischkes vornehmliche Aufgabe sein, die Nachwuchskräfte der Spielvereinigung an den Bayernliga-Kader heranzuführen – und gleichzeitig die Klasse zu halten. Sicherlich kein einfacher Job.

Sein Gegenüber Strobl wird sich die Partie heute von der Bank anschauen: Er ist noch wegen seiner roten Karte aus dem zweiten Relegationsmatch gegen den TSV 1860 Rosenheim gesperrt. Nicht dabei ist auch Goalgetter Michael Holzhammer – der Friedberger ist nach seiner Meniskus-OP im Juni erst am letzten Donnerstag wieder ins Training eingestiegen. Außerdem fehlt Andreas Schuster, der beruflich gefordert ist. So ist eine Viererkette mit Finkenzeller, Adrianowytsch, Atilgan und Götz zu erwarten. Davor werden wohl Zischler und Fischer agieren. Ganz vorne bildet Serge Yohoua den Rammbock. Und dazwischen hat der Coach die Qual der Wahl: Dominik Schön, Arthur Kubica, Junis Ibrahim, Thomas Berger und die anderen Neuzugänge sind alle fit. Konrad Höß wird übrigens nicht mit nach Niederbayern fahren, die Aufregung zum Saisonstart ist ihm zu groß.

Quelle: fussball-vorort.de

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